Eishockey: Pinguine holen Punkt in Köln

Eishockey : Pinguine holen Punkt in Köln

Die Krefelder mussten sich Freitag beim Meisterschaftsauftakt gegen die Haie erst im Penaltyschießen mit 2:3 geschlagen geben. 15 116 Zuschauern sahen ein spannendes Match, in dem die Schwarz-Gelben im ersten Drittel eine deutliche Führung vergaben. Sonntag geht die Reise nach Wolfsburg.

Gleich im ersten rheinischen Derby der 19. DEL-Saison bekamen die Fans der Kölner Haie und der Krefeld Pinguine für ihr Eintrittsgeld das volle Programm geboten. 15116 Zuschauer sahen in der Kölner Lanxess Arena eine gerechte Punkteteilung nach regulärer Spielzeit. Im entscheidenden Penaltyschießen hatten die Hausherren das Glück auf ihrer Seite. Die KEV-Fans konnten trotzdem zufreiden die kurze Heimreise antreten. Ihre Mannschaft verkaufte sich viel besser als viele erwartet hatten. Lediglich mit ihren Torchancen gingen sie wie in den Testspielen zu leichtfertig um. Bereits morgen steht für sie in Wolfsburg das nächste schwere Auswärtsspiel auf dem Programm.

Zu spät eingetroffen

Die erste Auswärtsfahrt der neuen Saison war für die Pinguine länger als geplant. Wegen des dichten Verkehrs zwischen Krefeld und Köln trafen die Schwarz-Gelben zehn Minuten später als vorgeschrieben in der Domstadt ein. Dort herrschte vor der Lanxess-Arena bereits eine prächtige Stimmung. Vor dem Match feierten die Haie den 40. Geburtstag ihres KEC. Die Ränge waren bei der Geburtstagsparty prächtig gefüllt. Allerdings hockten im Oberrang reichlich "Geburtstags-Gäste", die Freikarten erhalten hatten. Die Stimmung im Lager der Gastgeber ließ schnell nach, weil die Pinguine im ersten Drittel weitaus mehr Torgefahr ausstrahlten als die Kölner. Trainer Rick Adduono setzte konsequent vier Sturmreihen ein. Hinten wechselten sich sieben Verteidiger ab. Pascal Zerressen saß beim KEV als überzähliger Spieler auf der Tribüne, bei den Kölnern Riefers und Lavalée. Nach zwei ziemlich harmlosen Überzahlspielen der Krefelder fiel der verdiente Führungstreffer Sekunden vor der ersten Pause. Boris Blank staubte nach Schlagschuss von Dusan Milo ab. Die Hausherren, die gegen den Ende der ersten 20 Minuten besser ins Spiel gekommen waren, glichen kurz nach Wiederbeginn aus. Schütz wurde nicht energisch genug gestört. Dessen Pass vor das Tor verwandelte der mit aufgerückte Verteidiger Lüdemann. Die Pinguine gerieten jetzt stark unter Druck. und kassierten ihre ersten beiden Strafzeiten. Dabei verhinderte Torwart Scott Langkow die Führung durch Minard. Nach Hälfte des Spiel meldeten sich die Pinguine in der Offensive wieder zurück. Pietta und Schymainski scheiterten an Torwart Aus den Birken. Dann störte Akdag den Kölner Schütz eigentlich sauber beim Torschuss. Die Schiedsrichter entschieden auf Penalty, den Schütz an den Pfosten setzte. Eine Minute später ließ sich Schütz in Überzahl an der Mittellinie von Pietta den Puck abluchsen. Der Center lief alleine auf Aus den Birken zu und spielte den Torwart wunderschön zum Ausgleich aus.

Auch im letzten Drittel erwischten die Kölner den besseren Start. Torwart Langkow verhinderte mit einer Glanztat gegen Lüdemann das 2:3. Das Match war danach ausgeglichen. Trainer Rick Adduono ließ die vierte Sturmreihe ab der 47. Minute auf der Bank. Auch Verteidiger Hanusch schaute nur noch zu. In der spannenden Schlussphase konnten die Pinguine eine Überzahl nicht nutzen. Pech hatte Kyle Sonnenburg, dessen Schuss von der Schulter des Torwarts an die Latte sprang. Da auch die Kölner ihre einzige Überzahl des Schlussdrittels nicht nutzen konnten, blieb es nach 60 Minuten bei der Punkteteilung.

In der Verlängerung waren die Haie dem Siegtreffer näher als die Pinguine. Doch Torwart Langkow rettete sein Team ins Penaltyschießen. Für Krefeld scheiterten Vasiljevs, Voakes und Verwey am Kölner Torwart. Dagegen traf bei den Haien Minard mit einem wuchtigen Schuss ins Schwarze.

Mehr von RP ONLINE