Krefeld Pinguine: Lockout: Ehrhoff muss versichert werden

Krefeld Pinguine : Lockout: Ehrhoff muss versichert werden

Die Fans der Krefeld Pinguine können sich weiter große Hoffnungen machen, dass Christian Ehrhoff in dieser Saison zumindest für ein paar Spiele das Trikot der Pinguine überstreifen wird. "Ich denke, der Lockout wird kommen. Ich würde dann gerne für Krefeld spielen. Ob das dann klappt, werden wir sehen", sagte der Verteidiger des NHL-Clubs Buffalo Sabres, als er am vergangenen Donnerstag zum vorläufig letzten Mal mit den Schwarz-Gelben trainierte. Gestern flog der 30-jährige Moerser nach New York, wo er an einem dreitägigen Meeting der Spielergewerkschaft teilnimmt. Spätestens am 15. September wird sich entscheiden, ob es in der NHL so wie in der Saison 2004/05 zu einem Lockout kommt. Damals verpflichteten die Pinguine im November den amerikanischen Verteidiger Tom Preissing, der zu diesem Zeitpunkt wie Ehrhoff bei den San Jose Sharks unter Vertrag stand. Als dann im Februar die gesamte NHL-Saison abgesagt wurde, sicherten sich die Pinguine noch die Dienste von Stürmer Krystofer Kolanos (Phoenix Coyotes).

Ehrhoff war kürzlich in Barcelona, wo ein Treffen der NHL-Spielergewerkschaft für die in Europa lebenden Spieler stattfand. Dabei wurde bekannt, dass Akteure, die vertraglich an NHL-Clubs gebunden sind, versichert werden müssen, falls sie für einen anderen Verein spielen. Für Ehrhoff, der vergangenes Jahr in Buffalo einen Zehnjahresvertrag, der mit 40 Millionen Dollar dotiert ist, unterschrieb, dürfte eine Prämie in einer Höhe von 20 bis 25 000 Euro, so schätzen Experten, fällig werden. Und das pro Monat. Eine Summe, die angesichts der angespannten Finanzlage der Pinguine nicht unerheblich ist. Doch selbst wenn Ehrhoff nur für vier Heimspiele im König-Palast auflaufen würde, dürften die zusätzlichen Zuschauereinnahmen höher sein als die Prämie.

Ob die Krefelder bei einem Lockout eine weitere Ausländerlizenz für einen NHL-Star ausgeben werden, ist aus Kostengründen sehr fraglich. Allerdings verfügt Trainer Rick Adduono in seiner kanadischen Heimat über glänzende Kontakte. Und einige Spieler aus der besten Liga der Welt stammen wie Adduono aus Thunder Bay. Neben Ehrhoff für die Abwehr würde dem Team auch ein Hochkaräter für den Sturm gut zu Gesicht stehen.

Viele Top-Clubs in Europa haben bereits Superstars an der Angel. Besonders in der russischen Liga KHL werden so klangvolle Namen wie Evgeni Malkin und Alexander Ovetchkin gehandelt. Auch in der Schweiz sind bereits ganz große Namen in Gespräch.

(RP)
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