Hochwasseralarm — Flusspegel steigen: Schiffsverkehr auf der Mosel bereits gestoppt

Hochwasseralarm — Flusspegel steigen : Schiffsverkehr auf der Mosel bereits gestoppt

Anhaltender Regen hat am Freitag mancherorts die Bäche und Flüsse gefüllt und die Hochwasserlage verschärft. Auf der Mosel bei Trier wurde der Schiffsverkehr gegen Mitternacht eingestellt, nachdem der Pegel über sieben Meter gestiegen war, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei sagte.

Auch auf dem Rhein bei Karlsruhe drohte ein Stopp für Schiffe. Regnerisch wird es in der Neujahrsnacht voraussichtlich im Norden - im Süden soll es kälter werden, dafür aber nicht ganz so nass.

In Köln hat man vor Silvester den Pegelstand des Rheins fest im Blick. Freitagmittag war nach Angaben der Stadt die Marke von 7,50 Meter überschritten. Ab 9,40 Metern müssen mobile Schutzwände für die Altstadt aufgestellt werden. In Bayern war die Lage indes nicht mehr so angespannt wie noch zu Weihnachten - im Freistaat erwartete das zuständige Landesamt für die kommenden Tage sinkende Wasserstände.

Das Wetter am Wochenende ist bundesweit zunächst freundlich. Im Süden zeigt sich am Samstag laut der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) längere Zeit die Sonne. Die Temperaturen steigen im Westen auf bis zu 13 Grad, im Osten bleibt es bei vier bis acht Grad. Sonntag wird es wechselhafter, im Norden wird Regen erwartet.

Temperaturen unter dem Gefrierpunkt im Südosten

Zu Silvester ist Deutschland in diesem Jahr zweigeteilt: Während viele Feiernde im Norden in der einen Hand den Regenschirm und in der anderen das Sektglas halten dürften, müssen sich die Menschen im Süden zur Böllerei im Freien mit Schal und Handschuhen ausstatten.
In Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wird der Jahreswechsel von Regen und Wind begleitet, sagte DWD-Meteorologin Johanna Anger.

Weiter südlich sei die Wolkendecke aufgelockert, im Südosten liegen die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, während bundesweit drei bis sieben Grad herrschen. "Es sind nicht die besten Bedingungen an Silvester", sagte Anger. Auch der Neujahrstag bleibe wechselhaft, aber bei Temperaturen zwischen vier und neun Grad mild.

Während das frühlingshafte Wetter in Deutschland manchen erfreut, stöhnen Millionen Russen über eine Kältewelle. In den vergangenen Wochen starben dadurch 135 Menschen, mehr als 1.000 wurden in Krankenhäusern behandelt, wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Freitag berichtete. Um Weihnachten waren die Temperaturen in manchen Teilen Sibiriens auf außergewöhnliche minus 50 Grad Celsius und kälter gefallen. In vielen Orten des Landes fiel wegen Schäden am Leitungssystem die Heizung aus.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Hochwasser 2012: Rheinwiesen unter Wasser

(APD/felt)
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