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Kälte 2022: Aktuelle News und Infos zu Glatteis in NRW - Kältewelle

Kälte 2022: Aktuelle News und Infos zu Glatteis in NRW - Kältewelle (Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand)

Kältewelle

  • Definition: Körpertemperatur unter 35 Grad (Unterkühlung)
  • Gründe für häufiges Frieren: u.a. niedriger Blutdruck, Herzschwäche, verengte Gefäße, Nervenschäden, Blutarmut
  • Tipps gegen Kälte: Warme Kleidung, Bewegung, warme Getränke und Suppen, Massagen, Wechselduschen

In den Wintermonaten eines jeden Jahres bleibt auch in Nordrhein-Westfalen eine Kältewelle nicht aus. Dann müssen die Menschen in ihre Winterjacken und -schuhe schlüpfen und sich besonders warm einpacken, um den frostigen Temperaturen standhalten zu können.

Doch welche Folgen kann eine solche Kältewelle in NRW haben? Die Auswirkungen dürften sich vor allem im Straßenverkehr bemerkbar machen. Die Fahrbahnen sind glatt und birgen noch größere Gefahr - spätestens wenn zusätzlich Schneefall einsetzt. In solchen Fällen gilt für die Winterdienste auf den Straßen in NRW höchste Alarmbereitschaft.

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Brrrr – mir ist kalt. Aber warum eigentlich? Lesen Sie hier, was Kälte eigentlich ist und wann wir frieren. 

Wann spricht man von Kälte? 

Geht es um die Körpertemperatur, gibt es eine genaue Definition für Kälte: Liegt die Körpertemperatur unter 35 Grad, ist der Körper unterkühlt. Aber wann wir wirklich frieren, ist individuell. Physikalisch gesehen bezeichnet der Begriff Kälte einfach einen Zustand in Abwesenheit von Wärme. Lesen Sie hier ab welchen Temperaturen der Körper unterkühlt ist

Welche gesundheitlichen Gründe können zu häufigem Frieren führen?

  • Ein niedriger Blutdruck
  • Eine Herzschwäche
  • Verengte Gefäße
  • Das Raynaud-Syndrom
  • Nervenschäden
  • Entzündungen der Gefäße
  • Blutarmut
  • Rheumatoide Arthritis
  • Hormonstörungen wie beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion
  • Stoffwechselerkrankungen wie beispielsweise Diabetes
  • Essstörungen und Hungern
  • Untergewicht
  • Ein Vitamin- oder Mineralstoffmangel
  • Stress und Schlafmangel
  • Psychische Faktoren

Frieren Sie häufig ohne ersichtlichen Grund, sollten Sie dieses Symptom vorsichtshalber bei einem Arzt oder einer Ärztin abklären lassen. 

Wie viel Kälte hält ein Mensch aus? 

Sinkt die Kernkörpertemperatur eines Menschen durch andauernde Kälteeinwirkung immer weiter ab, kommt es ab einer Körpertemperatur von unter 26 Grad zu einem Herz-Kreislaufkollaps, der ohne schnelle Hilfe zum Tod führt. Normal ist eine Kerntemperatur von 36 bis 37 Grad Celsius. 

Diese Körpertemperatur ist für alle Menschen weltweit notwendig, damit alle Stoffwechselvorgänge reibungslos funktionieren und die Organe arbeiten können. Eine leichte Unterkühlung tritt bei einer Körpertemperatur von 33 bis 35 Grad ein. 

Allerdings können die Temperaturen der Hände, Füße, Arme und Beine deutlich niedriger liegen. Solange die Kerntemperatur von 36 bis 37 Grad gehalten werden kann, unterkühlt der Körper nicht. Unangenehm ist die Kälte dennoch. Ohne ausreichenden Schutz vor der Kälte können außerdem Kälteschäden an den Extremitäten entstehen. 

Die Außentemperatur allein bestimmt nicht, wie schnell der Körper auskühlt. Auch unzureichende Kleidung, Nässe oder Wind fördern die Auskühlung des Körpers. Außerdem bestimmen der Körperbau, das Alter und die körperliche Verfassung den Grad der Auskühlung. Eine dünne, kranke Person, Kinder und alte Menschen kühlen sehr viel schneller aus als eine muskulöse, gesunde Person. 

Generell sollten Sie bei Temperaturen von über minus fünf Grad vorsichtiger sein. Bei Wind und Nässe sogar bei Temperaturen um den Nullpunkt. Denn schon ab diesen Minusgraden können Kälteschäden entstehen. Fühlen sich Hände taub an oder schmerzen diese, wird es Zeit, den Körper aufzuwärmen.  

Wie schnell frieren Zehen bei Kälte ab? 

Zehen und Finger sind am häufigsten von Kälteschäden betroffen. Es handelt sich hierbei um lokal begrenzte Schäden an Haut und Gewebe. In extremen Fällen können sogar die Zellen absterben. Je nach Temperatur kann es schon nach Minuten zu Erfrierungen der Zehen kommen. 

Bei Temperaturen von minus zehn Grad in Kombination mit Wind in einer Windstärke von über 45 Kilometern pro Stunde, kann es nach nur drei Minuten zu Erfrierungen kommen, wenn die Extremitäten nicht ausreichend vor der Kälte geschützt werden. 

Erfrierungen werden in vier Grade unterteilt

  • Grad 1: Die Hautstelle ist blass, eventuell gräulich oder gelblich verfärbt. Die Haut fühlt sich kalt an und es entstehen Taubheitsgefühle. Wird die Haut gewärmt, färbt sie sich rot und schmerzt. 
  • Grad 2: Es entstehen rote, mit blutgefüllte Blasen. Die von Erfrierung betroffenen Hautstellen färben sich rot bis blau. Das Gefühl ist entweder vermindert oder erhöht.
  • Grad 3 und 4: Die betroffenen Partien färben sich nach einiger Zeit blau bis schwarz. Das Gewebe stirbt über einen Zeitraum von wenigen Tagen ab. Betroffene Körperteile müssen amputiert werden. Am häufigsten sind die Finger und Zehen betroffen. 

Bei einer drohenden oder mutmaßlichen Erfrierung sollten betroffene Körperstellen langsam aufgewärmt werden. Dies kann sehr schmerzhaft sein. Sind Erfrierungen oder eine Unterkühlung möglich, holen Sie sicherheitshalber immer ärztlichen Rat ein oder suchen Sie ein Krankenhaus auf. 

Was kann man gegen Kälte tun? 

Bei Minusgraden gehen viele Menschen nur ungern ins Freie. Ab und zu müssen wir aber dennoch an die frische Luft.  

Das sind sieben Tipps gegen Kälte, frieren und bibbern:

  • Die richtige Kleidung: Schützen Sie sich vor dem Auskühlen mit genügend warmer Kleidung und kleiden Sie sich nach dem Zwiebelprinzip. Wird es zu warm, können Sie die jeweils oberste Kleidungsschicht ausziehen. Warme Socken, Handschuhe und eine Mütze sind bei Minusgraden Pflicht, damit diese Körperpartien nicht auskühlen oder zu viel Wärme über sie verloren geht. Mit einem Woll-Pullover und einer Daunenjacke sind sie auch gegen Minusgrade bestens gewappnet.
  • Die richtige Kleidung bei Sport: Treiben Sie bei kalten Temperaturen Sport im Freien, müssen Sie auf die richtige Kleidung achten. Denn die Nässe durch Schweiß in Verbindung mit Kälte führt schneller zum Auskühlen des Körpers. Die unterste Kleidungsschicht sollte deswegen aus Funktionsbekleidung bestehen, die den Körper wärmt aber Feuchtigkeit schnell nach außen abtransportiert. Die äußerste Kleidungsschicht sollte wasser- und winddicht sein.
  • Bewegung: Bewegung fördert die Durchblutung und erzeugt durch die Muskeln Energie in Form von Wärme. Indem Sie an der Bushaltestelle auf der Stelle hüpfen oder schneller gehen, wärmt sich der Körper auf. Allerdings hilft diese Strategie nur für einen begrenzten Zeitraum. Spätestens, wenn Sie vor Kälte zittern, sollten Sie sich in einem wärmeren Raum aufwärmen.
  • Warme Getränke und Suppen: Ein heißer Tee oder eine warme Suppe wärmen einen frierenden Körper von innen. Werden Getränke oder Speisen noch mit wärmenden Gewürzen wie Chili oder Cayennepfeffer verfeinert, ist Ihnen schnell wieder warm ums Herz – und den Magen.
  • Massagen: Regelmäßige Massagen helfen gegen die Kälte. Sie fördern die Durchblutung an den betroffenen Stellen.
  • Wechselduschen: Eiskalte Impulse trainieren den Körper. Zunächst ziehen sich die Blutgefäße durch das kalte Wasser zusammen, weiten sich jedoch schnell wieder, wenn warmes Wasser über Ihren Körper strömt. Wechselduschen trainieren und stärken das Immunsystem und sorgen dafür, dass Sie insgesamt weniger frieren.
  • Ein gesunder Lebensstil: Versorgen Sie Ihren Körper durch eine ausgewogene Ernährung mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, kann dieser auch besser auf Kälte reagieren. Rauchen und Stress sollten Sie vermeiden.

Aktuelle News und weitere Infos zum Thema Kältewelle 2022 finden Sie hier.

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