1. Panorama
  2. Coronavirus

Corona: Spahn hofft bis Sommer auf Impfstoff für alle Bürger

Kampf gegen Corona : Spahn hofft bis Sommer auf Impfstoff für alle Bürger

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hofft, dass im Sommer alle Bundesbürger Zugang zu einem Impfstoff haben. Noch in diesem Jahr können laut Spahn 1,3 Millionen Impfstoff-Dosen ausgeliefert werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, bis zum Sommer allen Bürgern in Deutschland ein „Impfangebot“ machen zu können - sofern die Impfstoffe, die sich in der Endphase der Studien befinden, auch eine Zulassung erhalten. Das sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im ARD-„Morgenmagazin“. Er rechne bis Ende März mit elf bis zwölf Millionen Impfdosen.

Es sei von Anfang an klar gewesen, dass es „zu Beginn knapp sein würde“, betonte der Gesundheitsminister. Deshalb werde es weiterhin nötig sein, bei dem zeitlichen Ablauf nach Gruppen zu priorisieren. Bis Ende des Jahres könnten 1,3 Millionen Dosen durch die Firma Biontech an die Bundesländer ausgeliefert werden, sagte Spahn am Mittwoch im ARD-„Morgenmagazin“. Die Impfung hatte am Montag die EU-Zulassung erhalten.

Bis Ende Januar rechnet Spahn nach eigenen Worten mit zehn Millionen weiteren Impfdosen. Zusätzliche 1,5 Millionen kämen im kommenden Monat hinzu, wenn dann auch die Impfung der US-Firma Moderna in der EU zugelassen wird, erläuterte Spahn. Dennoch sehe man an den Zahlen, dass mindestens bis Ende März bei den Impfungen weiter priorisiert werden müsse.

Die Impfungen sollen zunächst in speziellen Zentren verabreicht werden, auch um die Priorisierung zu gewährleisten. Laut einer Rechtsverordnung von Spahns Ministerium werden zunächst Hochaltrige geimpft, weil sie besonders häufig schwer erkranken, sowie medizinisches Personal und Pflegekräfte, die ein hohes Risiko haben, sich anzustecken. Spahn unterstrich die Notwendigkeit, zuerst auch in Pflegeeinrichtungen zu impfen: „Wir sehen ja, wie brutal das Virus zuschlägt in Pflegeheimen.“

Der Gesundheitsminister appellierte an die Bevölkerung, Kontakte auch an den Feiertagen einzuschränken, um Infektionen und schwere Erkrankungen zu verhindern. „Wir entscheiden jetzt über Weihnachten, wie es anschließend auf den Intensivstationen weitergeht“, sagte er.

(sed/epd/dpa)