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IS-Terror: USA wollen 400 Soldaten gegen syrische Rebellen ausbilden

Kampf gegen IS-Terror : USA wollen 400 Soldaten gegen syrische Rebellen ausbilden

Die USA ergreifen Maßnahmen, um die IS-Rebellen aus den eroberten Gebieten in Syrien zu vertreiben. Insgesamt werden dafür mindestens 15.000 Kämpfer benötigt. Syrien verurteilt die Pläne und wirft den USA Unterstützung des Terrorismus vor.

400 Soldaten sollen zur Ausbildung syrischer Rebellen abgestellt werden. Das teilte ein Militärsprecher der USA am Donnerstag mit. Weitere Einsatzkräfte sollen die Soldaten verstärken. Ziel ist es, die vom Islamischen Staat kontrollierten Gebiete in Syrien zurück zu erobern. Das Verteidigungsministerium geht davon aus, dass im ersten Jahr etwa 5000 Aufständige ausgebildet werden könnten, für den geplanten Einsatz würden aber bis zu 15.000 Kämpfer benötigt. Wo die Einsatzkräfte stationiert werden sollen, ist nach Angaben der Regierung noch unklar. Die Türkei, Katar und Saudi-Arabien haben ihr Staatsgebiet für Übungslager angeboten.

Die Pläne der USA treffen bei Syrien auf Kritik. Die Regierung in Washington unterstütze damit den Terrorismus, erklärte die amtliche Nachrichtenagentur Sana am Freitag. Die Führung um Staatschef Baschar al-Assad hat alle Rebellen seit Beginn des Bürgerkriegs als Terroristen bezeichnet. Die radikalen Islamisten wie IS und die Nusra-Front gelten in Syrien als wichtigste Gruppen, alle anderen spielen eine untergeordnete Rolle. Die Terrororganisation IS hat weite Teile Syriens und des Iraks unter seine Kontrolle gebracht und den Kalifat ausgerufen. Dagegen stellt sich eine internationale Koalition, die die Extremisten zurück drängen will. Luftangriffe gehören unter anderem zu den Einsätzen der Aufständischen.

In diesem Monat wurde die IS in der syrischen Provinz Deir al-Sor immer wieder häufiger von Anschlägen aus dem Hinterhalt heimgesucht. Dabei kamen laut einer oppositionsnahen syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zehn IS-Kämpfer ums Leben. Als Rache enthaupteten und erschossen Anhänger der IS 17 Männer. UN-Mitarbeiter bemühen sich derweil, zehntausende Menschen mit Nahrung zu versorgen. In der umkämpften Stadt Homs sei das gelungen, weitere Lieferungen in den belagerten Stadtteil Al Awaer würden folgen. Oppositionelle berichteten, es gebe zwischnen den Kriegsparteien eine Feuerpause.

Ein ähnliches Programm, wie das von der USA geplante, läuft derzeit im Irak. Dorthin hat US-Präsident Barack Obama 3000 US-Soldaten zur Ausbildung geschickt. Sie trainieren gemeinsam mit irakischen Soldaten und kurdischen Milizionären, auch Ausbilder der Bundeswehr unterstützen den Einsatz vor Ort.

(REU)