Frankreich und Tschechien: Bei Unfällen an Bahnübergängen sterben mehrere Menschen

Frankreich und Tschechien : Drei Erwachsene und fünf Kinder sterben bei Unfällen an Bahnübergängen

In den vergangenen 24 Stunden ist es zwei Bahnübergängen zu schweren Unfällen gekommen. Dabei starben insgesamt acht Menschen, darunter fünf Kinder.

Ein Regionalzug ist an einem ostfranzösischen Bahnübergang mit einem Auto kollidiert und hat dabei eine Frau und drei Kinder in den Tod gerissen. Vier Fahrgäste des Zuges seien leicht verletzt worden, berichteten französische Medien am Montag. Die genauen Umstände des schweren Unfalls in dem kleinen Ort Avenay-Val-d'Or in der Region Champagne östlich von Paris blieben zunächst offen.

Die verunglückte Frau sei in einem Kindergarten beschäftigt gewesen. Ob die Opfer zu einer Familie gehören, war zunächst unklar. Der Bürgermeister der Gemeinde, Philippe Maussire, sagte laut Nachrichtenagentur AFP, dass die Schranke des Übergangs wohl geschlossen war, als der Zug vorbeifuhr. Die Staatsanwaltschaft im rund 30 Kilometer entfernten Reims ermittelt.

In Frankreich kommt es immer wieder zu schweren Unglücken an Bahnübergängen. 2017 waren in der südfranzösischen Gemeinde Millas sechs Schüler ums Leben gekommen.

Bereits am Sonntag war es zu einem tödlichen Unfall an einem Bahnübergang gekommen: Dabei sind in Tschechien zwei Erwachsene und zwei Kinder getötet worden. Sie saßen in einem Auto, das von einem Eilzug erfasst wurde. Der Zug habe den Wagen noch rund 300 Meter vor sich hergeschoben, sagte eine Polizeisprecherin. Der Bahnübergang in dem Dorf Cernozice bei Hradec Kralove (Königgrätz) war mit einem Blinklicht, nicht aber mit einer Schranke gesichert. Die Polizei klärt nun, ob das Warnsingal ordnungsgemäß funktionierte. Im gesamten vorigen Jahr kamen in Tschechien nach Angaben der Behörden 33 Menschen an Bahnübergängen ums Leben.

(felt/dpa)
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