Australien: Riesiger verletzter Manta-Rochen bittet Taucher offenbar um Hilfe

Beeindruckender Vorfall vor Australien : Riesiger verletzter Manta-Rochen bittet Taucher offenbar um Hilfe

Immer wieder überraschen Meerestiere uns Menschen mit erstaunlich intelligentem Verhalten. In Australien hat es einen neuen außergewöhnlichen Vorfall gegeben, bei dem ein Rochen wohl gezielt Hilfe gesucht hat.

Der von mehreren Angelhaken unter dem Auge verletzte riesige Manta-Rochen hat offenbar gezielt zwei Taucher um Hilfe gebeten. Auf am Montag veröffentlichten Filmaufnahmen war zu sehen, wie sich das große weibliche Tier mit einer Spannweite von etwa drei Metern dem Unterwasserfotografen Jake Wilton näherte. Dieser tauchte mehrfach zu ihm ab und entferne die Angelhaken.

"Ich führe öfter Schnorchler durch die Gegend und es war so, als ob sie mich wiedererkennen und mir vertrauen würde", berichtete Wilton am Montag in einer Erklärung. "Sie kam näher und näher und begann dann, sich zu entfalten, um mir ihr Auge zu zeigen."

Nachdem der Taucher alle Angelhaken entfernt hatte, verschwand der Rochen den Filmaufnahmen zufolge wieder in den Weiten des Meeres vor Westaustralien. "Sie hat sich nicht bewegt. Ich bin sicher, dass der Manta wusste, dass Jake die Haken entfernen würde", berichtete seine Tauchpartnerin, die Meeresbiologin Monty Hall.

Manta-Rochen zählen zu den intelligentesten Meeresbewohnern und kommen vor der Westküste Australiens zahlreich vor. Sie können Spannweiten von sieben Metern erreichen und 50 Jahre alt werden. Für Menschen sind sie völlig harmlos. Anders als ihre Verwandten, die Stachelrochen, haben sie keine gefährlichen scharfen Stachel.

(felt/AFP)
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