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Boeing 737 MAX muss Triebwerk abschalten - Flugzeug sicher gelandet

Flugverkehr : Boeing 737 MAX muss Triebwerk abschalten - Flugzeug sicher gelandet

Nur wenige Monate nach der Wiederzulassung von Boeings 737 Max hat es erneut einen Vorfall mit dem Flugzeugmodell gegeben. Dabei soll der Fehler aber an anderer Stelle als bei den Unglücken von 2018 liegen.

Bei einem Flug von Miami nach Newark schalteten die Piloten am Freitag ein Triebwerk wegen möglicher mechanischer Probleme ab, wie die Fluggesellschaft American Airlines mitteilte. Die Maschine sei letztlich jedoch sicher gelandet. Alle Passagiere hätten den Flieger ganz normal verlassen können, auch die Crew sei wohlbehalten.

Das Unternehmen teilte mit, das mögliche technische Problem sei bei einem Öldruck- oder Lautstärkenanzeiger des Triebwerks aufgetreten. Es habe nichts mit dem MCAS-System zu tun, das mit zwei tödlichen 737 MAX-Abstürzen in den Jahren 2018 und 2019 in Zusammenhang gebracht wurde. Flugzeugbauer Boeing sagte dazu, das Unternehmen sei über den Vorfall informiert. Die Flugsicherheitsbehörde Federal Aviation Administration (FAA) will den Fall untersuchen.

American Air war die erste US-Fluggesellschaft, die ihre 737 MAX Flüge Ende letzten Jahres wieder aufgenommen hatte, nachdem die FAA den Flugbetrieb mit dem Flugzeugtyp wieder zugelassen hatte. Damals hatte FAA-Chef Steve Dickson erklärt, die Maschine sei sicher, aber mechanische Probleme könnten bei allen Flugzeugen auftreten. "Es ist unvermeidlich, dass irgendwann in der Zukunft eine Boeing 737 MAX zu ihrem Ausgangsflughafen zurückkehren muss, umgeleitet wird oder am Zielort mit einem tatsächlichen oder vermuteten Problem landen wird."

Das Boeing-Erfolgsmodell 737 MAX war im März 2019 nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten in Indonesien und Äthiopien aus dem Verkehr gezogen worden. Als Unglücksursache galten Probleme mit der Steuerung. Die US-Luftfahrtbehörde hatte Mitte November nach Software-Updates und mit Auflagen etwa zum Pilotentraining den Flugbetrieb wieder zugelassen.

(peng/dpa/Reuters)