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Labbeck: Die "Entpflasterer"

Labbeck : Die "Entpflasterer"

Die Aktion war ebenso kurzfristig anberaumt wie erfolgreich. 30 Jungen und Mädchen der DJK Labbeck-Uedemerbruch fassten spontan mit an, als es darum ging, das alte Pflaster am Parkplatz zu heben, wo der Anbau des Sportheimes entstehen soll.

"Freitag hat mein Mann Theo Bescheid bekommen, dass die Baugenehmigung erteilt wurde", erinnert sich Nikola Fürtjes-Ingenbleek, Trainerin der U13. Ihre Schützlinge hatten, als sie von dem Anbau erfuhren, sofort ihre Hilfe zugesichert.

"Sie können eigentlich nicht viel tun", so die Verantwortlichen, "außer vielleicht das Pflaster hochnehmen." Dann ging plötzlich alles ganz schnell. Mit einer spontanen Telefonaktion wurden nicht nur die Mädchen der U13 zusammengetrommelt. Schnell sprach sich das Anliegen herum, und auch Jungen, von den Bambinis bis zur C-Jugend, waren plötzlich zur Stelle. "Die Kinder wollten sogar mit der Spitzhacke die Steine hochheben, aber das haben wir nicht zugelassen", schmunzelt Fürtjes-Ingenbleek. Da auch Väter mit ihren Kindern erschienen waren, übernahmen sie diesen Part.

Noch eine Stunde drangehängt

"Die Kinder waren total begeistert", schwärmt die Trainerin weiter von dem Arbeitswillen der Juniorfußballer und -fußballerinnen. Am Ende der eigentlichen Trainingszeit der U13 war eine Fläche von 2,50 Meter mal 2,50 Meter noch gepflastert. "Das machen wir dann morgen", beschlossen die Erwachsenen. Nach zwei Stunden anstrengender Arbeit fanden sie, dass es für die Kinder reicht. Doch da hatten sie die Rechnung ohne ihre Helfer gemacht. Flugs wurden die Handys gezückt und die Eltern informiert, dass man später käme. Und schon ging es weiter, bis eine Stunde später der komplette Bereich von 150 Quadratmetern "entpflastert" war. Nicht nur die Fußballjugend war begeistert, dass sie beim Anbau "ihres" Sportheims mithelfen konnten, auch die Eltern reagierten erfreut auf den Vorschlag seitens der Trainerin. "Sie fanden es toll, die Mädchen und Jungen erfahren zu lassen, dass man durch gemeinsame Arbeit etwas schaffen kann."

Helfer weiter benötigt

Auch weiterhin werden viele fleißige Hände zum Bau der Sportheimerweiterung benötigt, beispielsweise wenn Gerüste gestellt oder Steine zum Mauern getragen werden müssen. Doch daran scheint in Labbeck ja kein Mangel zu herrschen.

(RP)