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Xanten: "Hier ist alles was wir brauchen"

Xanten : "Hier ist alles was wir brauchen"

Xanten/Sonsbeck (pek) Was ein eingefleischter Schalke-Fan ist, der will auch im Urlaub die blau-weiße Vereinsfahne nicht missen. Sobald der Wohnwagen richtig positioniert und das Vorzelt aufgebaut ist, Tisch und Stühle im Freien stehen, rammt Jochen Miedza die Stange mit dem Vereinsemblem ins Rasengrün. Der Urlaub kann beginnen. Seit einigen Jahren hat der Gelsenkirchener mit seiner Familie die hiesige Region als Campingdomizil auserkoren.

Xanten / Sonsbeck (pek) Was ein eingefleischter Schalke-Fan ist, der will auch im Urlaub die blau-weiße Vereinsfahne nicht missen. Sobald der Wohnwagen richtig positioniert und das Vorzelt aufgebaut ist, Tisch und Stühle im Freien stehen, rammt Jochen Miedza die Stange mit dem Vereinsemblem ins Rasengrün. Der Urlaub kann beginnen. Seit einigen Jahren hat der Gelsenkirchener mit seiner Familie die hiesige Region als Campingdomizil auserkoren.

Die Frauen verwöhnen

Beim Camping ist manches anders. So tauscht Jochen Miedza mit seinem Nachbarn von gegenüber, Hans Schmitz aus Geilenkirchen, gerne auch mal Kochrezepte aus. "Im Urlaub verwöhnen wir unsere Frauen", sagen beide unisono, ohne dass sich weiblicher Protest regt. Auf dem Tisch stapelt sich Fachlektüre mit Titeln wie "Heute koche ich" und "Gerichte ohne Schnickschnack". Auch auf dem Campingplatz lässt sich Schmackhaftes zaubern wie Schweinebauch mit Sauerkraut oder Filetsteaks mit Pfifferlingen und Bohnen im Speckmantel.

Die Herren bereiten aber nicht nur die Speisen für ihre Gattinnen Jutta und Anette sowie für den zehnjährigen Sohn Jan Miedza, sondern räumen auch hinterher auf und spülen alles weg, beteuern sie. Zwei, die nahezu jedes Wochenende anreisen, sind Angelika und Klaus Schütte. Früher seien sie immer nach Österreich gefahren. Rund 1000 Kilometer pro Strecke. "Doch was ich dort für die Familie für einige Wochen Jahresurlaub gezahlt habe, davon kann ich hier jahrelang bleiben", sagt der Gladbecker, der auf dem Waldcampingplatz Speetenkath ein Mobilheim sein Eigen nennt. Die 60 Kilometer von Haustür zu Haustür sind schnell zurückgelegt. Er schwärmt: "Hier haben wir alles was wir brauchen."

Urlaub das ganze Jahr

Einige Kilometer weiter in Wardt hat Monika Karlen quasi das ganze Jahr über Urlaubsatmosphäre. Sie wohnt dauerhaft im Ferien- und Erholungspark Xantener Nordsee. Das Haus hat zwar nur 40 Quadratmeter Wohnfläche, aber es ist komplett ausgestattet mit Wohn-, Ess- und Schlafzimmer, Küche, Bad und Arbeitsraum. Jedes Eckchen ist optimal ausgenutzt. Die reine Luft wehe ständig mit einer kleinen Brise vom Wasser her, und sie genieße die Ruhe. Zudem habe man sich nach dem Auszug der Kinder aus der Doppelhaushälfte nach etwas Kleinerem umgeschaut.

Langeweile kommt bei eingefleischten Campern selbst bei schlechtem Wetter nicht auf. Bei Regen ziehen sich die Familien Schmitz und Miedza unter ihre schützenden Dächer von Zelt und Wohnwagen zurück, holen Spielkarten hervor oder schauen Fernsehen. "Das Schöne am Camping ist die Gemeinschaft", erklären die Männer. "Wir sind hier alle eine große Familie und helfen gerne gegenseitig aus."

(RP)