"Wir rechnen in Plauen mit Flachwinden"

Vynen Kurz nach dem Start bei der Kieler Woche wartet auf die beiden Flying Dutchman-Segler Stephan Handick und Thorsten Wenten das nächste Highlight. Ihr Wassersport führt das Duo, das für den SWC Vynen antritt, nach Sachsen. Auf der Talsperre Pöhl bei Plauen wird die Deutsche Meisterschaft ausgetragen. Zehn Wettfahrten sind von Donnerstag bis Sonntag angesetzt.

Herr Handick, mit welchen Gedanken fahren sie zu den Titelkämpfen auf dem Stausee?

Stephan Handick Wir sind guter Dinge. Wir und das Boot haben den Härtetest bei der Kieler Woche bestanden, auch wenn das neue Großsegel bei bis zu acht Windstärken gerissen ist. Die Verhältnisse auf dem Stausee sind denen unseres Trainingsgewässers in Xanten ähnlich. Wir sollten dort gut zurechtkommen. Das Umgebungsland müsste flach sein. Wir rechnen mit Flachwinden und drehenden Leichtwindverhältnissen.

Können Sie um den Titel mitsegeln?

Handick Wohl eher nicht. Die gesamte deutsche Spitze hat sich angekündigt. 35 Boote werden wohl dabei sein, das ist viel. Realistisch ist eine Platzierung unter den besten zehn Teams. Wenn unsere Taktik aufgeht und die Segel funktionieren, wäre vielleicht ein siebter, sechster oder gar fünfter Rang möglich.

Wie sieht die Taktik aus?

Handick Zunächst ist ist wichtig, dass wir saubere Manöver fahren. Wir bevorzugen die Kreuztaktik, die wir auch auf der Xantener Nordsee trainieren. Das Boot ist in einem sehr guten Zustand.

Auf den geflickten Karbonmast können Sie sich also verlassen?

Handick Ja, der ist von einem Fachmann repariert worden und hält, das konnten wir bei der Kieler Woche feststellen. Er war wegen eines Materialfehlers gebrochen. Unser neues Vorsegel für Leichtwindverhältnisse ist auf dem Stausee ebenfalls von Vorteil.

René Putjus führte das Gespräch.

(RP)