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Xanten: Keine Zeit für Sommerjobs

Xanten : Keine Zeit für Sommerjobs

Die Außengastronomie in Xanten boomt. An lauen Sommerabenden sind die Stühle voll besetzt. Die Einschätzung der Inhaber über das vermeintliche Hoch ist aber unterschiedlich. Arbeitsplätze bringt es nicht.

Wer abends durch die Innenstadt flaniert, bemerkt es an allen Ecken und Kanten: Gerade in diesen Sommermonaten brummt es rund um den Marktplatz — und dies scheinbar noch mehr als vor einigen Jahren.

Einheimische und Touristen nutzen bei milden Temperaturen die Außenangebote der Gastronomie. Das ist die Stunde der saisonalen Aushilfen mit ihren Mini-Jobs. Allerdings schlägt sich der verstärkte Besucherstrom offenbar kaum in zusätzlichen Arbeitsplätzen nieder.

Für das Theatro zum Beispiel mit der Pizzeria und dem benachbarten Eiscafé verzeichnet Giorgi Domenico seit Jahren stetig steigende Gästezahlen. Aber nachdem sich der innerbetriebliche Ablauf seit 2003, dem Jahr der Eröffnung, eingespielt habe, habe sich die Zahl der festen Mitarbeiter und einigen Aushilfen kaum verändert. Gerne würde er seine Türen länger offen halten, sagt er.

Denn "bei schönem Wetter möchten die Gäste gerne auch bis 23 Uhr und später draußen sitzen bleiben." Jedoch fordern irgendwann zu vorgerückter Stunde die Anwohner ihre Nachtruhe ein.

Die guten alten D-Mark-Zeiten

Auch Fausto Santin vom gleichnamigen Eiscafé kommt unverändert mit zwei bis drei Aushilfen gut über die Runden. Seine Eindruck nach zehn Jahren in Xanten: "Früher waren sogar mehr Leute auf der Straße. Zu D-Mark-Zeiten war mehr los. Heute ist die Stadt nicht mehr so belebt."

Bis zu 150 Aushilfen

Der wohl größte Nachfrager von Aushilfen ist das Freizeitzentrum Xanten (FZX). 24 Männer und Frauen arbeiten hier fest, unterstützt von sechs Saisonkräften, fünf Azubis und bis zu 150 Aushilfen. Vor allem jetzt ist ihr Einsatz rund um das Wassersportzentrum in Wardt gefragt.

Bei den Aushilfen mit ihren 400-Euro-Jobs handelt es sich zumeist um Schüler (ab 18 Jahre), Studenten oder um Hausfrauen. "Wir haben viele Anfragen, aber nie genug Bewerber, zumal natürlich nicht alle immer zur Verfügung stehen. Dann kann es manchmal eng werden", sagt FZX-Leiter Wilfried Meyer. Wenn alles nicht hilft, greift er auf Zeitarbeitsfirmen zurück.

(RP)