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Schiefbahn: Maria und Heinz Ippers feiern ihre Gnadenhochzeit

Gnadenhochzeit : Maria und Heinz Ippers waren das erste Willicher Stadtprinzenpaar

Das Brauchtum führte die beiden Schiefbahner zusammen und begleitet das Jubelpaar bis heute. Vor 70 Jahren gaben sie sich das Ja-Wort, nun feierten sie ihre Gnadenhochzeit.

Maria und Heinz Ippers feierten jetzt mit der Gnadenhochzeit ein äußerst seltenes Jubiläum: Sie sind seit 70 Jahren verheiratet. Mindestens genauso ungewöhnlich ist, wie fit die 89-Jährige und ihr 95 Jahre alter Mann noch sind.

Maria Ippers geborene Thomas und ihr Mann sind Schiefbahner Urgesteine. Er besuchte die Volksschule in Niederheide, arbeitete die letzten 20 Jahre als kaufmännischer Angestellter bei den Edelstahlwerken in Krefeld, sie ist gelernte Schneiderin. Wie fest das Paar im heimischen Brauchtum verwurzelt ist, macht ihr Engagement sowohl im Winter- als auch im Sommerbrauchtum deutlich: „Wir waren 1970/71 das erste Stadtprinzenpaar“, erzählt Heinz Ippers. Der frühere Bürgermeister Hans Lamers hatte damals die Proklamation vorgenommen. 1973 hieß der Schiefbahner Schützenkönig Josef Rosen. Heinz und Maria Ippers unterstützen ihn als Ministerpaar.

Heinz Ippers hätte schon längst eine Auszeichnung des Männergesangsvereins Cäcilia entgegennehmen sollen, hätte es nicht die Pandemie gegeben. Er gehört diesem Traditionsgesangsverein seit 75 Jahren an. Der Chorgesang war es, der die Jubilare einst zusammengeführt hatte: Maria Ippers war Mitglied im Kirchenchor, und auf einer Festveranstaltung, auf der beide Chöre auftraten, lernte sich das Paar kennen und lieben. Geheiratet wurde, als sich Nachwuchs ankündigte: Die Tochter wird im November 70 Jahre alt. „Wir hatten auch einen Sohn, Jahrgang 1954. Der ist bei einem Motorradunfall tödlich verunglückt“, sagt Maria Ippers, und man merkt, dass dieser Verlust immer noch schwer wiegt. Immerhin haben die Jubilare zwei Enkelsöhne.

 Maria und Heinz Ippers konnten ihre Gnadenhochzeit trotz der Pandemie im kleinen Kreis feiern.
Maria und Heinz Ippers konnten ihre Gnadenhochzeit trotz der Pandemie im kleinen Kreis feiern. Foto: Norbert Prümen
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So gern das Paar früher die Feste gefeiert hat, wie sie fielen: Heute lassen sie es ruhiger angehen, was aber nicht bedeutet, dass sie sich langweilen. Er ist Fan von Borussia Mönchengladbach und löst gern Kreuzworträtsel, sie liest gern, schaut Filme, und beide halten ihr Haus in Ordnung, in dem sie seit 1964 leben. Die Nachbarn haben ihr Haus geschmückt, und in kleinem Rahmen konnte sogar ein bisschen die Gnadenhochzeit gefeiert werden.

Silberhochzeit, Goldhochzeit, Diamantene Hochzeit, Eiserne Hochzeit und jetzt die Ehrenhochzeit: Die Zeit verging wie im Fluge – und es war überwiegend eine sehr schöne Zeit.

(barni)