Stadtsportverband: Ex-Chef zahlt nicht

Stadtsportverband: Ex-Chef zahlt nicht

Jürgen Tenbrink brachte das Thema noch einmal auf den Tisch, das den Stadtsportverband Hamminkeln schon ein Jahr zuvor beschäftigt hatte. Der Vorsitzende wies die Vereine am Donnerstagabend bei der Mitgliederversammlung darauf hin, dass sie die Pflicht haben, die Tore auf den Fußballplätzen vernünftig zu sichern. Zumal es eine neue Verordnung gibt. Sie schreibt ein Gegengewicht von 120 Kilogramm pro Tor vor, enthält aber keine Vorschläge, wie dies umgesetzt werden kann. Das Beschweren der Tore mit Sandsäcken entspricht nicht den Vorschriften.

Der Stadtsportverband schloss das Jahr mit einem Plus ab und weist einen Kassenbestand von mehr als 11 000 Euro auf. Und dies, obwohl eine weitere gefälschte Rechnung des ehemaligen Vorsitzenden Paul Scheibel, der 2009 zurücktreten musste, weil er Gelder des Verbandes unterschlagen hatte, aufgetaucht war. Die von ihm veruntreute Summe beläuft sich jetzt auf fast 3500 Euro.

Scheibel hatte zwar versprochen, den Schaden zu beheben. Doch das hat er bislang nicht getan. "Es bestehen auch keine guten Chancen, das Geld wiederzubekommen", sagte Jürgen Tenbrink. Die Kassenprüfung ergab keine Unregelmäßigkeiten, so dass die Entlastung einstimmig erfolgte. Bürgermeister Holger Schlierf dankte dem Vorstand, der auf Grund der Vorfälle des Vorjahrs eine "alles andere als vergnügungsteuerpflichtige Aufgabe" übernommen hatte, für sein Engagement.

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Der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Petersson und die Frauenbeauftragte Silke Boland wurden einstimmig wiedergewählt. Veit Coenen, den der Vorstand gerne auch aufgenommen hätte, konnte auf Grund der bestehenden Satzung nicht aufrücken. Jürgen Petersson regte darum an, die teilweise veraltete Satzung zu überarbeiten. Coenen wird vorerst beratend an den Vorstands-Sitzungen teilnehmen.

Jürgen Tenbrink dankte Bürgermeister Holger Schlierf, "dem Mann im Hintergrund", für die Unterstützung. Für das am 31. März anstehende Leichtathletiksportfest des Verbandes hofft er, dass möglichst aus allen Vereinen Kinder und Jugendliche starten.

(RP)