Lärm-Display gegen Motorradkrach in Brünen

Neu in Brünen : Lärm-Display gegen den Motorradkrach

in Brünen appelliert jetzt eine besondere Anzeige, Ruhe zu bewahren und angemessen zu fahren.

Motorradlärm ist auf beliebten Strecken ein Ärgernis. Die Kradfahrer suchen Strecken, auf denen sie kurven und cruisen können – oft mit erheblicher Rücksichtslosigkeit. Kürzlich haben sieben Kommunen der Nationalpark-Region Eifel bundesweit gegen Motorradlärm mobil gemacht. „Silent Rider“ heißt die Kampagne gegen aufheulende Maschinen. Auch im beschaulichen Hamminkeln gibt es seit langem Beschwerden über Motorradfahrer, deren Lärm Mensch und Tier unter Stress setzt. Besonders gilt das für Strecken, die mit Kurvenfahrten und Anstiegen beim Gasgeben Spaß machen. Dazu gehört Brünen – und hier die Strecke vom Dorfkern Richtung Hamminkeln. Hier ruft der Brüner Berg und anschließend die kurvige Durchfahrt beim Hotel-Restaurant Hasen Hein. Seit Donnerstag richtet sich der Appell per Lärm-Display an die Motorradfahrer, die Nerven der Anwohner nicht unnötig zu strapazieren.

Die USD-Fraktion hatte ein entsprechendes Gerät beantragt. Die Stadt hat nun für 18.000 Euro ein solches Lärm-Display angeschafft und an einer Laterne in Höhe der Feuerwache Brünen installiert. Etwa 100 Meter weiter erblickt der Motorradfahrer auf einer Anzeigetafel, was er bewirkt hat. Er sieht ein Kind, das sich lärmgeplagt die Ohren zuhält, und darunter entweder die warnende Anzeige „Langsam!“ oder ein freundliches „Danke!“ „Das ist ein Stück Überzeugungsarbeit, wir hoffen auf positive Wirkung dieser Art digitaler Kommentierung des Fahrverhaltens“, sagt Kämmerer Robert Graaf, selbst Motorradfahrer.

Ob der pädagogische Umgang mit Regelverstößen gelingt,  muss man abwarten. Ein erster Test ist das Wochenende, wenn das Jokerfest bei Thunderbird an der Güterstraße die Kradfahrer anlockt. Am Samstag spielen hier die Altrocker von Status Quo. Der Ärger über Motorradlärm ist im Dorf Brünen jedenfalls groß und kehrt alle Jahre wieder zur Motorradsaison zurück. Robert Graaf kann sich vorstellen, dass das Lärm-Display auch an anderer Stelle im Stadtgebiet aufgestellt wird. Allerdings ist ein Stromanschluss nötig. Dieser wird in Brünen über den Laternenstrom sichergestellt.

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