Wermelskirchen: 44-Jährigen verprügelt — es war "Notwehr"

Wermelskirchen: 44-Jährigen verprügelt — es war "Notwehr"

Die Staatsanwaltschaft Köln hat das Verfahren gegen drei mutmaßliche jugendliche Schläger eingestellt. Ein 44-Jähriger hatte im September drei 14- bis 16-jährige Jugendliche an der Bushaltestelle "Ladenhof Eich" aufgefordert, nicht mehr auf den Gehweg zu spucken.

Im Streitgespräch kam es dann laut damaligem Pressebericht zur Prügelei — der 44-Jährige wurde damals so "schwer verletzt", dass er im Krankenhaus behandelt werden musste.

Wie die zuständige Staatsanwältin Schütt-Plewe auf Anfrage der Redaktion jetzt mitteilte, wurde das Verfahren mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt. "Die Beschuldigten haben sich auf Notwehr berufen und angegeben, zuerst vom Anzeigenerstatter angegriffen worden zu sein", so die Staatsanwältin. Diese Einlassung sei nach dem Ergebnis der Ermittlungen nicht zu widerlegen gewesen. Wie die Polizei damals mitgeteilt hatte, habe sich der Mann darüber geärgert, dass die aus Wermelskirchen und Burscheid stammenden Jugendlichen auf den Gehweg gespuckt hätten. Er hatte sie, so die Polizei damals aufgefordert, dies zu unterlassen. Im Verlauf des Streitgespräches war der Mann dann verletzt worden.

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Wie damals der Abteilungsleiter Gefahrenabwehr und Strafverfolgung bei der Kreispolizeibehörde Bergisch Gladbach, Manfred Frorath, auf Anfrage der BM berichtete, hatte der 44-Jährige fünf Jugendliche an der Bushaltestelle beim Rauchen beobachtet und gesehen, dass junge Leute auf den Gehweg spuckten. "Drauf rieten alle sechs Personen in ein Streitgespräch", so Frorath damals vorsichtig. Im weiteren Verlauf sei es zu "körperlichen Auseinandersetzungen" zwischen dem Erwachsenen und einem Jugendlichen gekommen. Kurz darauf mischten sich zwei weitere Jugendliche ein.

(RP)