Wegberg: Magische Farbmomente festgehalten

Fotogruppe Wegberg: Magische Farbmomente festgehalten

Die Fotogruppe Wegberg lenkt in ihrer Ausstellung zum Thema „Farbrausch“ den Blick auf die Vielfältigkeit und Leuchtkraft von Farben in Natur, Kultur und Umfeld. Die Darstellungen sind experimentell bis realistisch.

Die Schönheit der Farben zu sehen und sie mit fotografischen Mitteln und Inspiration zur Wirkung kommen zu lassen, stand bei der diesjährigen Ausstellung der Fotogruppe Wegberg zum Thema „Farbrausch“ im Vordergrund. Sowohl das Licht als auch der Kontext, in dem die Farben vorkamen, spielten dabei für die eindrucksvollen Aufnahmen eine wichtige Rolle.

In experimenteller bis realistischer Weise hatten sich die 14 teilnehmenden Künstler der Aufgabe genähert und somit eine sehenswerte und beeindruckende Schau zusammengestellt, die auf vier Ebenen im Rathaus anzusehen ist. „In diesem Jahr gibt es wieder ein festes Thema, und wir haben die Fläche aufgeteilt und verlost“, erläuterte Vorsitzender Peter Feuster bei der Vernissage den Besuchern die Hintergründe, „jeder gestaltete diese wie er wollte, aber es musste zum Thema passen.“

Zudem verwies er auf die Gewinnerfotos der monatlichen Wettbewerbe aus dem vergangenen Jahr, die auf Ebene 1 ausgestellt sind. In Urlaubsvertretung für Bürgermeister Michael Stock drückte Pressesprecher Ulrich Lambertz seine Freude darüber aus, dass die zum wiederholten Mal im Rathaus ausstellenden Mitglieder Farbe auf die tristen Wände der Flure brachten. Im Zusammenhang mit der Natur, auf menschlichen Körpern oder im Farbzusammenspiel auf dem Rummelplatz seien die Farben zu sehen.

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Wie beim Fotografieren üblich, spielten neben Blende oder Verschlusszeit auch der Standort und Blickwinkel des jeweiligen Fotografen eine Rolle, sagte er und betonte die Professionalität der Umsetzung. Auch merkte er an, dass das Zusammenspiel von Farben für das Wohlbefinden im Leben eine wichtige Rolle spielt. Die eindrucksvollen Aufnahmen der Gruppenmitglieder, die sie unter zusätzlicher Berücksichtigung von goldenem Schnitt, Horizont oder Wahl des Ausschnitts erstellten, erkundeten die Besucher einzeln oder in kleinen Gruppen. So verbindet Michael Borgulat Natur und Mensch, indem er stark farbige Blüten auf der Wasseroberfläche in einer Badewanne schwimmen ließ – dazwischen schaute ein weibliches Gesicht heraus: Ein sehr originelles Bild, in dem Motiv, spiegelnde verbindende Wassermasse und Ästhetik der Pflanzenteile einen harmonischen Ausdruck erzeugen.

Neuartig sind ebenso seine Makroaufnahmen von Nagellacken, die er zusammenfließen ließ. Sehr experimentierfreudig hatte Natalja Thomas Acrylfarben in ein mit klarem Wasser gefülltes Aquarium laufen lassen. Die so kreierten „Farbwolken“ scheinen gleichsam zu explodieren und zu schweben. Nachwuchsfotografin Jasmin Thomas erschuf dagegen knallig bunte Bilder und Farbnegative von Süßigkeiten. Ansichten von Blüten im Zusammenspiel mit dem Sonnenlicht in Nahaufnahme oder als Sicht auf ein Blumenmeer zeigt Inga Lücke.

Und Peter Feuster setzt einen farbenprächtigen Pfau mit aufgestelltem Federkleid in Frontalansicht oder mit Bodypainting phantastisch gestaltete menschliche Körper in Szene. Klaus Welters schuf mit Accessoires und Standortwechseln farblich ausgeleuchtete, stimmungsvolle Momentaufnahmen. Ebenso zogen bei der Eröffnung sich auflösende leuchtende und bewegte Lichtspiele vom Rummelplatz neben vielen weiteren Fotos aus Natur und Kultur die Blicke auf sich.

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