Rickelrather Schrofmühle bietet Familienflair

600 Besucher in Wegberg-Rickelrath : Schrofmühle bietet Familienflair

Die Rickelrather Schrofmühle öffnete zum 26. Deutschen Mühlentag ihre Pforten. Rund 600 Besucher sahen das Mühlwerk in Betrieb.

Für die historische Schrofmühle in Wegberg-Rickelrath stellen die Pfingstfeiertage den Höhepunkt des Jahres dar: Zum 26. Deutschen Mühlentag öffnete der Förder- und Museumsverein Schrofmühle wie jedes Jahr die Tore zum alten Mühlwerk und dem Gelände am Mühlenbach.

Bei perfektem Wetter reisten fast 600 Besucher aus der Region und über den Kreis Heinsberg hinaus nach Wegberg und nutzten die seltene Gelegenheit, die Wassermühle in Betrieb zu sehen und sich die Technik dahinter erklären zu lassen. „Schon immer kamen interessierte Leute auch von weit her, um die Mühle zu sehen, das hat sich in den letzten Jahren aber noch verstärkt“, erklärt Frauke Dennig-Schmitz vom Förder- und Museumsverein Schrofmühle. „Wir haben mehr Werbung gemacht, das Interesse an Mühlen ist durch die aktuellen Diskussionen über Heimat aber auch noch größer geworden“. Während des gesamten Tages boten Vereinsmitglieder Führungen durch die Mühle an, die laufend großen Anklang fanden.

Seit 1771 wurde die Schrofmühle fast 200 Jahre lang für Ölpressen und Kornmahlen genutzt, dank des immer noch funktionierenden Getreidemahlwerks und der Ölpresse ist die Mühle im Rheinland damit einzigartig. Besonders Familien nutzten die offene Besichtigung der Mühle für einen Tagesausflug: Die Vereinsmitglieder wussten das große Interesse gerade von jüngeren Kindern umzusetzen, die so ganz nah an die vielen drehenden Holzräder innerhalb der alten Mühle dürfen und – wer sich traute – auf einem Getreidesack in den ersten Stock gezogen wurden, anstatt die schmale Treppe zu nutzen. Das Angebot für Kinder soll noch größer werden, bei der nächsten Öffnung der Schrofmühle ist auch ein Kindermühlentag geplant. „Wir merken, wie viel Spaß die Kinder beim Besuch in der Mühle haben: Es soll deshalb bald noch kindgerechtere Führungen geben, an denen die jüngsten Besucher selbst etwas mahlen können oder mitanpacken dürfen“, stellt Frauke Dennig-Schmitz in Aussicht.

Neben Führungen durch die historische Mühle und Grill- und Kuchenständen auf dem Innenhof des Geländes war auch die laufende Ausstellung „Wegberg – im Tal der Mühlen“ für Besucher frei zugänglich. Zum ersten Mal am deutschen Mühlentag war innerhalb der Ausstellung auch ein Film über die Schrofmühle zu sehen, der auch an Schulen bald zur Vor- oder Nachbereitung eines Besuchs in der Mühle zur Verfügung stehen soll.

„In erster Linie haben wir den Film aber hergestellt, um die Technik der Mühle zu erhalten und zu dokumentieren, wie die Mühle funktioniert, falls sie es eines Tages nicht mehr tut“, sagt Frauke Dennig-Schmitz. Für die nächsten Jahre ist jedoch sichergestellt, dass die Schrofmühle funktionstüchtig bleibt und weiterhin interessierte Besucher anzieht.

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