Warnstreik 2018 in Viersen: Mitarbeiter von Stadt- und Kreisverwaltung streiken

Am Dienstag: Mitarbeiter von Stadt- und Kreisverwaltung Viersen streiken

Die Gewerkschaften Verdi und GEW kündigen für Dienstag Warnstreiks an. Auch der Nahverkehr soll betroffen sein.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) haben Betriebe des öffentlichen Dienstes im Kreis Viersen und in Krefeld für Dienstag, 20. März, zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Wie die Gewerkschaften mitteilten, sollen die Warnstreiks in zahlreichen Kommunen in Nordrhein-Westfalen durchgeführt werden, nachdem die zweite Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst ohne Ergebnis endete.

Verdi und GEW fordern eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um sechs Prozent, mindestens um 200 Euro, sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro.

Im Kreis Viersen wollen sich laut Gewerkschaft Mitarbeiter der Viersener Stadtverwaltung und der Kreisverwaltung an den Warnstreiks in Krefeld und Mönchengladbach beteiligen, außerdem Mitarbeiter der Stadtverwaltungen in Tönisvorst und Willich. In Viersen werde lediglich der freigestellte Schulbusverkehr bedient, teilte Verdi mit. Der restliche Personennahverkehr werde nicht fahren.

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In Krefeld wollen sich Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der Stadtwerke, der städtischen Seniorenheime und der Sparkasse beteiligen. In Kindertagesstätten werde es zu Notgruppen kommen, der öffentliche Personennahverkehr in Krefeld werde "vehement beeinträchtigt sein", kündigte Verdi an.

Der Streik richte sich nicht gegen Eltern und Kinder, betonte Philipp Einfalt von der GEW: "Es geht um eine angemessene Lohnerhöhung für die Beschäftigten in den Kitas und für den gesamten öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen. Sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro - das klingt viel, ist aber notwendig, um die pädagogische Arbeit angemessen zu bezahlen, gerade vor dem Hintergrund des großen Fachkräftemangels in den öffentlichen Kitas." Nur durch gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung könnten junge, motivierte Menschen für die Sozial- und Erziehungsberufe gewonnen werden.

(biro)