Tennis : VTHC-Herren als krasser Außenseiter

Der Viersener THC hat sich mit seiner ersten Herrenmannschaft im Verlauf der Jahre durch gute Arbeit in die Niederrheinliga gekämpft. In der neuen Klasse geht es mit zwei Zugängen vom ersten Spieltag an gegen den Abstieg.

Grenzland Seit einigen Wochen herrscht wieder ein mächtiges Treiben auf den Tennisplätzen im Grenzland. Die Teams haben sich formiert und bereiten sich auf die Freiluftsaison vor. An diesem Wochenende beginnen die Meisterschaftsspiele in nahezu allen Klassen und Alterskategorien. Ob Niederrheinliga, Verbands- oder Bezirksliga, die Akteure des Tenniskreises Viersen mischen kräftig mit. Bis Anfang Juli werden die Meister, Platzierten, aber auch die Absteiger ermittelt. Dabei ist die aktuelle Spielzeit von einer maßgeblichen Regeländerung geprägt. Die TVN-Wettspielordnung sieht nun vor, dass ein Spieler in einer Spielzeit in zwei Erwachsenen-Altersklassen eines Vereins gemeldet und unbegrenzt eingesetzt werden darf. Das ist völlig neu und hat für eine Menge Diskussionsstoff gesorgt. Tatsächlich zeichnet sich ab, dass überraschend viele Spieler von der neuen Regel Gebrauch gemacht haben. Dabei scheint die Neuerung für einen "geschmeidigen" Übergang zwischen den Altersklassen genutzt zu werden.

Dies trifft auch auf die Herrenmannschaft des Viersener THC zu, die in letzter Zeit zum Aushängeschild des Grenzland-Tennis avancierte und nach zwei Aufstiegen in vier Jahren nun in der Niederrheinliga angekommen ist. Auch beim Aufsteiger gibt es in Kapitän Tim Jacobs und Vereinstrainer Sebastian Schlösser zwei Spieler, die auch für die Herren 30 gemeldet haben, wobei aber die erste Herrenmannschaft klare Priorität genießt. In Tobias Gass, der im Sommer für seinen Heimatverein Bad Dürkheim antritt, sowie Dirk Groth (zurück zum Heimatverein Lank) haben zwei Leistungsträger die Viersener verlassen. Kompensiert werden soll dieser Aderlass durch die beiden Neuzugänge Fons van Saambeek und Christopher Wirtz. Der erst 16-jährige van Saambeek gilt als Riesentalent und kommt auf Vermittlung der befreundeten Tennisschule Amjoy in Eindhoven.

Alwin Kleinen bleibt die Nummer eins in Viersen. Foto: VTHC
Fons van Saambeek ist neu beim Viersener THC. Foto: VTHC

Christopher Wirtz ist selbst Tennislehrer und Partner von Teammitglied Sebastian Schlösser. Der Niederländer Robert van Ewijk, der voriges Jahr wegen gesundheitlicher Probleme pausieren musste, steht nun wieder zur Verfügung. Youngster Alwin Kleinen bleibt weiterhin die Nummer eins im Team und wird mittlerweile auf Position 194 der DTB-Rangliste geführt. Ihm folgt im 23-jährigen Ricky de Bruijn ein Schlüsselspieler, der aus der Mannschaft um VTHC-Teammanager Dietmar Orth nicht mehr wegzudenken ist. Kevin Böttcher, Sebastian Förster und Sebastian Orth komplettieren das Team. "Wir wissen, dass es eine enorm schwierige Saison für uns wird und wir krasser Außenseiter sind. Das wird vom Start weg Abstiegskampf pur, aber die Jungs freuen sich darauf, sich mit vielen Topleuten messen zu können. Deshalb sind wir ja aufgestiegen und wir werden uns nicht verprügeln lassen", sagt Dietmar Orth. Zum Saisonauftakt sind die Viersener beim MTV Kahlenberg gefordert. Die Mülheimer sind zwar leicht favorisiert, aber befinden sich laut Meldeliste nahezu auf Augenhöhe mit dem VTHC und stellen in Jesse Timmermans (DTB 186) die Nummer eins. So kommt es morgen also gleich zu einer wichtigen Standortbestimmung für Viersen.

(anko)