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Spendenaktion für das Freigeist in Viersen

Kultur in Viersen : Viersener spenden für das Freigeist

Den Inhabern Claudia und Ralf Weber fehlen Einnahmen, weil sie schließen mussten. Doch sie bekommen Hilfe.

Wegen der Corona-Krise musste das Varieté Freigeist an der Rintgerstraße 5 in Viersen die Türen schließen. Das hatte das Ordnungsamt so angeordnet. Für die Besitzer Claudia und Ralf Weber sei die aktuelle Lage sehr dramatisch, berichtet die Inhaberin: „Keine Leute, das bedeutet für uns, keine Einnahmen.“ Auch die Einnahmen durch die zusätzliche Nebenbeschäftigung von Ralf Weber als Integrationslehrer an einer Schule falle jetzt weg. Priorität hätten die Mitarbeiter – sieben Aushilfen und eine Honorarkraft – sagt Claudia Weber. Auch Kosten für die Berufsgenossenschaft, Nebenkosten, Abtragungsraten für das Haus und die persönliche Miete würden weiterlaufen. Deshalb hat das Paar eine Spendenaktion gestartet – mit Erfolg.

Um Steuererleichterungen und andere finanzielle Hilfen haben sich die „Freigeister“ auch schon bemüht:  „Wir haben sowohl KfW-Mittel beantragt als auch beim Ministerium für Kultur nachgefragt.“ Bisher konnten diese ihnen aber noch keine Auskunft geben. Eine erfreuliche Nachricht sei es gewesen, dass ihre Steuervorauszahlung innerhalb von ein paar Tagen zurückgebucht worden sei.

Außerdem konnten die Webers einen Kleinkredit für ein halbes Jahr „aufs Eis legen“.  Der größte Erfolg sei ihre aufgerufene Spendenaktion auf Facebook: Diese hatten sie am Freitagabend über die Crowdfunding-Plattform „GOFUNDME“ zur Erhaltung des Kulturguts der Kleinkunstbühne Freigeist gestartet. „Unsere Gäste haben uns auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht. Sie sagten, wir seien eine Bereicherung für Viersen und es sei wichtig, dass Kultur erhalten wird“, erzählt Claudia Weber. Mittlerweile sind Spenden in einer Höhe von mehr als 3500 Euro eingegangen. Für das Paar eine große Hilfe: „Wir möchten uns bei allen Spendern bedanken und wissen nicht, wie wir das jemals wieder gut machen können“, sagt die Freigeist-Chefin.

Bei Veranstaltungen, die nicht wie geplant stattfinden, käme es auf die Kulanz der beauftragten Agenturen an.