Verunsicherung bei den Mitarbeiten im Solinger Klinikum

Klinikum Solingen: Weiter massive Verunsicherung

Die Betriebsversammlung war gut besucht. Infos zur Kooperation mit Leverkusen gibt es Anfang 2019.

Die rund 200 Plätze in der Cafeteria des Städtischen Klinikums an der Gotenstraße waren trotz der frühen Stunde bis auf den letzten Platz belegt.  Denn seit Monaten herrscht unter den Angestellten des größten Solinger Krankenhauses eine massive Angst davor, wie es angesichts der Zusammenlegungspläne mit dem Klinikum Leverkusen in Zukunft in der Klingenstadt weitergehen wird – was nun wiederum dazu führte, dass viele der Beschäftigten hofften, auf der Betriebsversammlung am Mittwochmorgen endlich etwas Genaueres zu erfahren.

„Es gab Mitarbeiter, die sich sehr engagiert mit Redebeiträgen eingebracht haben“, gab die Betriebsratsvorsitzende im Klinikum, Anke Jahncke, später im Gespräch mit unserer Redaktion zu Protokoll. Und auch wenn sich Jahnke unter Verweis auf die Nichtöffentlichkeit der Veranstaltung über deren Verlauf ansonsten eher zugeknöpft zeigte, vermittelten doch allein schon die vielen Wortmeldungen bei der Betriebsversammlung einen ziemlich genauen Eindruck von der augenblicklichen Stimmung im Städtischen Klinikum.

Die stellt sich offenbar recht schlecht dar. „Die Verunsicherung ist groß“, berichtete beispielsweise ein Teilnehmer der Betriebsversammlung am Mittwochmittag. Wobei der Angestellte damit hauptsächlich  die Wäscherei sowie das Labor im Krankenhaus meinte. Denn in den zurückliegenden Wochen hatten die Drähte des Flurfunks anscheinend derart geglüht, dass sich am Ende vor allem die Beschäftigen in solchen Bereichen sorgen machten, die erst vor kurzem neu strukturiert worden waren.

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Einstweilen werden die Fragezeichen kaum verschwinden. So war die Klinikum-Geschäftsleitung nach Informationen unserer Redaktion am Mittwoch nämlich noch nicht in der Lage, exakte Angaben zu Art beziehungsweise Umfang der geplanten Kooperation mit dem Krankenhaus Leverkusen zu machen. Fest stehe nur, dass wohl Anfang 2019 mit konkreten Ergebnissen zu rechnen sei, war nach dem Treffen von Belegschaft und Klinikum-Spitze zu erfahren.

Anfang Oktober hatte die Geschäftsführung des Solinger Klinikums die Mitarbeiter erstmals über mögliche Kooperationspläne mit dem Krankenhaus in Leverkusen in Kenntnis gesetzt. Zuvor war im September eine enge Zusammenarbeit zwischen den städtischen Kliniken Leverkusen sowie Solingen vereinbart und Verhandlungen darüber angekündigt worden.

Wie es seinerzeit geheißen hatte, sollte dabei alles auf den Prüfstand. Parallel war aber auch das Ziel ausgegeben worden, eine ortsnahe medizinische Versorgung auf hohem Niveau zu sichern. Und die Oberbürgermeister beider Städte hatten erklärt, die Krankenhäuser würden auf jeden Fall selbstständig sowie zu 100 Prozent im jeweiligen städtischen Besitz  verbleiben.

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