Klinikum Solingen muss falsche Buchung korrigieren

Klinikum Solingen: Apotheke verbucht Medikamenten-Käufe falsch

In der Apotheke des städtischen Krankenhauses sind Medikamenten-Einkäufe falsch verbucht worden. Nun musste der Fehler korrigiert werden. Es geht um mehrere 100.000 Euro.

Allerdings sind es nicht alleine die Zahlen auf der Einnahmenseite, die einer Erklärung bedürfen. Wie jetzt  bekannt wurde, hat es in diesem Jahr in der Buchhaltung des Klinikums einen Fehler gegeben, der nun korrigiert werden musste. So informierte die Klinikum-Betriebsleitung um die kaufmännische Direktorin Barbara Matthies zuletzt den Aufsichtsrat des Krankenhauses darüber, dass in der Klinikum-Apotheke eingekaufte Medikamente falsch verbucht wurden.

Ein Irrtum, der mittlerweile behoben werden konnte. „Der Vorgang wurde den Aufsichtsgremien transparent dargestellt. Die Buchung hat zu keiner Schädigung des Unternehmens geführt“, sagte Barbara Matthies am Dienstag auf Anfrage. Und auch vonseiten des Aufsichtsrates wurde betont, der Fehler habe keineswegs zu einer Belastung geführt. „Die ganz Sache ist zwar ärgerlich und sollte nicht vorkommen“, stellte ein Insider klar. Gleichzeitig sei aber festzuhalten, dass kein Schaden entstanden sei, hieß es im Aufsichtsrat, wo zudem eine aus Reihen der Politik kolportierte Zahl von rund 800.000 Euro zurückgewiesen wurde.

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„Es handelte sich um eine deutlich geringere Summe“, teilte ein Aufsichtsrat-Mitglied mit, das sich bemühte, nach seinem Dafürhalten falsche Eindrücke zur Lage des Klinikums im Keim zu ersticken. So verfüge man über ein Eigenkapital von zehn Millionen Euro, was zeige, dass sich der nun in Rede stehende Betrag eher gering ausnehme.

Tatsächlich jedoch erscheint das Ziel, das Minus bis Jahresende auf die anvisierten 1,5 Millionen Euro zu begrenzen, nach wie vor in weiter Ferne. Erst im Oktober war bekannt geworden, dass das Klinikum eine hohe sechsstellige Rückstellung hatte bilden müssen. Der Grund waren mögliche Forderungen der Kassenärztlichen Vereinigung. Ein Umstand, der seinerzeit – wie jetzt wieder – Kritik an Geschäftsführerin Matthies laut werden ließ. „Die ist aber ungerecht. Die Leitung des Hauses hat umgehend reagiert, als die Fehlbuchung aufgefallen war“, verteidigte der besagte Aufsichtsrat am Dienstag die Klinikum-Chefin.

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