Badminton : Rettung kommt näher

Der Badminton-Zweitligist STC Blau-Weiß sammelte beim Heim-Doppelspieltag drei Punkte und begeisterte durch großen Teamgeist.

Abklatschen der Mannschaftskollegen nach einer guten Leistung ist im Sport an der Tagesordnung. Wenn aber die passiven Mitspieler nach gelungenen Aktionen jubelnd von den Stühlen aufspringen, spricht nicht nur diese Art von Mitfiebern für einen intakten Teamgeist. Nach den gewonnenen Spielen nahmen sich die Akteure des STC Blau-Weiß auch zufrieden in die Arme. Ein weiteres Signal dafür, das die junge Mannschaft mit Entschlossenheit den Klassenerhalt in der 2. Badminton-Bundesliga schaffen will.

Am Samstag stellte sich in der Humboldthalle die Reserve des Erstligisten TSV Trittau vor. Die Nordlichter kamen in Bestbesetzung und forderten den Gastgebern alles ab. Die Siege von Laura Ufermann und Sabereh Kabiri im Damen-Doppel sowie von Kabiri, Rhys Walker und Matthew Carder in den Einzeln bescherten den Blau-Weißen beim 4:4-Remis zumindest einen Zähler.

Die Zeichen standen für die gestrige Begegnung gegen das ebenso abstiegsgefährdete Team von Blau-Weiß Wittorf somit auf Angriff. Die Gäste aus Neumünster wurden dabei vor den begeisterten Zuschauern fast überrollt. Mit 4:1 ging der Tabellensiebte in Führung. Das Damen-Duo Ufermann/Vandenhoucke siegte zum Auftakt souverän. Walker/Carder hatten im zweiten Durchgang mehrere Satzbälle gegen sich und gewannen trotzdem. Das zweite Herren-Doppel Patrick Machugh/Niclas Lohau verlor unter Wert. Doch dann dominierten Linkshänder Julien Gupta sowie die Belgierin Flore Vandenhoucke in ihren Einzeln. Ein Remis war damit schon sicher.

Die STC-Crew jedoch wollte mehr. Laura Ufermann und Niclas Lohau führten im ersten Durchgang mit 20:11, ehe die britische Kombination Martin Campbell und Sarah Bok im Mixed zum 20:20 egalisierte. Ein Ball von Campbell, der ins seitliche Aus flog, wurde vom Schiedsrichter zur Solinger 21:20-Führung gut gegeben. Niclas Lohau aber korrigierte die Entscheidung. Darüber regte sich Laura Ufermann so sehr auf, dass die Medizinerin mit der Gelben Karte verwarnt wurde. Die Konzentration war weg. Mit 20:22 und 11:21 ging die Partie verloren.

Nebeneinander kämpften nun Walker gegen den Polen Rafal Hawel und Carder gegen den schmetterstarken Jan-Collin Strehse um den noch fehlenden Zähler. Die eher filigrane Begegnung zwischen Walker und Hawel ging in drei intensiven Sätzen an den Wittorfer. Unter dem Jubel der ganzen Halle siegte Matthew Carder mit spektakulären Abwehraktionen in zwei Sätzen. Der 5:3-Sieg war perfekt. "Nun glaube ich an den Klassenerhalt", freute sich der erleichterte Teamchef Lutz Lichtenberg.

(ham)
Mehr von RP ONLINE