Sportschießen Bogenschützen auf dem Weg zum Klassenerhalt

Solingen · Als souveräner Meister war der SSC 95/98 in die Zweite Liga aufgestiegen. Jetzt hat der Neuling erstmals dem Druck standgehalten.

 Die Ligaschützen und Betreuer des SSC 95/98: (hinten v.l.) Gerd Stemmler, Herbert Vesper, Dirk Rosenberg, Thomas Hinz, Sabine Gahlow, Christoph Speckamp sowie (vorne v.l.) Michael Schröder, Thorsten Gahlow, Nikita Dudarev.

Die Ligaschützen und Betreuer des SSC 95/98: (hinten v.l.) Gerd Stemmler, Herbert Vesper, Dirk Rosenberg, Thomas Hinz, Sabine Gahlow, Christoph Speckamp sowie (vorne v.l.) Michael Schröder, Thorsten Gahlow, Nikita Dudarev.

Foto: SSC 95/98

Nach den ersten beiden Wettkampftagen hatte es nicht gut ausgesehen für die Zweitliga-Bogenschützen des Solinger SC 95/98. Auf dem vorletzten Platz stand die Mannschaft am dritten Wettkampftag unter Druck. In Mehrum jedoch erwischten die Solinger einen hervorragenden Tag. Das Team sicherte sich 9:5-Punkte aus den sieben Duellen und schob sich damit auf den fünften Rang vor.

Der Ligabetrieb bei den Bogenschützen läuft anders ab als in den meisten Sportarten. Alle acht Teams der 2. Bundesliga-Nord treffen sich zur gleichen Zeit am gleichen Ort und treten pro Spieltag ein Mal gegeneinander an. Das heißt, die Solinger haben am vergangenen Wochenende gegen die komplette Konkurrenz jeweils ein Mal geschossen. Ein Duell umfasst jeweils drei Schützen pro Team, deren Versuche aufaddiert werden.

Dies alles funktioniert in kurzer Taktung mit schnellen Scheibenwechseln und maximaler Konzentration. So sind nach nur etwa drei Stunden die gesamten 28 Begegnungen eines Spieltages absolviert. "Die Liga im Team und im kurzweiligen Wettkampf ist nicht nur Stress", sagt Pressesprecherin Sabine Schäfer. "Die Duelle bei Musik und der lautstarken Anfeuerung von allen Seiten machen auch während des Schießens einen Riesenspaß."

Zwar verloren die Solinger gegen den übermächtigen SV Dauelsen mit einem Ring Unterschied, gewannen aber gegen den KKB Köln, die SG Norderstedt, den SSV Tarmstedt, und BSC BB-Berlin II jeweils mit mindesten drei Ringen Abstand. Außerdem sprang im letzten Aufeinandertreffen des Tages mit dem SV Hubertus Siegburg ein 221:221 heraus. "Diesmal hatten alle einen hervorragenden Tag erwischt", sagt Mannschaftsführerin Sabine Gahlow. Ihr Ehemann Thorsten erreichte mit 75 Ringen im Durchschnitt das beste Ergebnis der Mannschaft. Felix Krüger und Dirk Rosenberg lagen mit 74,58 beziehungsweise 73,73 nur knapp dahinter. Die Truppe überzeugte mit Konstanz. Nicht ein Mal schoss der SSC 95/98 richtig schwach. So hat die Truppe ihr Punktekontingent von neun auf 18 verdoppelt und beste Voraussetzungen für den letzten Spieltag in Mülheim an der Ruhr geschaffen.

"Erst dann wird sich natürlich alles entscheiden", meint Sabine Gahlow. "Aber nachdem wir dem Druck jetzt endlich standgehalten haben, stehen unsere Chancen auf den Klassenerhalt sehr gut." Es gilt, den siebten und achten Platz zu vermeiden, um nicht abzusteigen. "Ein bisschen Glück gehört immer dazu. Das hatten wir diesmal. Am ersten Wettkampftag fehlte es zum Beispiel. Da haben unsere Gegner jeweils gegen uns die besten Ergebnisse erzielt."

Die Zweite Mannschaft war im Vorjahr ebenfalls aufgestiegen. Als Neuling in der Rheinlandliga haben sich Nikita Dudarev, Sabine Gahlow, Michael Schröder und Gerd Stemmler nach der dritten Runde auf Platz drei etabliert. Rang zwei würde zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur Regionalliga berechtigen. In Oberhausen hat das Solinger Quartett nur zwei Begegnungen verloren und zehn Punkte auf dem Konto verbucht.

(trd)