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Betriebssport: Blick über die Stadtgrenzen hinaus

Betriebssport : Blick über die Stadtgrenzen hinaus

Die Ehrung der BSG Zwilling im Rahmen der fast sechsstündigen Jubiläumsfeier des Betriebssport-Kreisverbandes (BKV) war nur eine logische Konsequenz.

Von den 30 Firmen, die derzeit im BKV Solingen eingetragen und organisiert sind, ist Zwilling der einzige Betrieb, der zu den Gründungsmitgliedern gehört und somit wie der Kreisverband auf 50 Jahre Betriebssport zurückblicken kann. Von den anderen Firmen der ersten Stunde, zu denen neben Henkels/Zwilling unter anderen die großen Betriebe Kieserling und Albrecht, Blasberg, Krups, Walter Gott, Hörster, Bremshey, Kampschulte oder Walter Lohr gehörten, sind fast alle aus dem Stadtbild verschwunden.

Auf Initiative von Fritz Hoppe und Manfred Krämer (Kieserling) wurde 1958 der Betriebssport in Solingen aus der Taufe gehoben. Mit zwölf Fußball-Mannschaften gestartet wuchs der BKV schnell an, nur vier Jahre später waren es fast 500 Beschäftigte, die sich sportlich aktiv betätigten. Wenn da nicht die Probleme mit den Firmenangehörigen gewesen wären, die gleichzeitig in einem Sportverein aufgelaufen waren, wäre der BKV Solingen vielleicht heute noch Mitglied im Fußballverband Niederrhein. So löste sich der BKV 1968 auf, gründete sich sofort wieder neu, um wie bisher die so genannten "Doppelspielern" einsetzen zu können.

Seit 1973 wird wird auch Tischtennis und Leichtathletik im Betriebssport-Kreisverband betrieben, während Sportarten wie Handball oder Schach in den Firmen nie die Begeisterung fanden und der Spielbetrieb nach kurzen Testphasen wieder eingestellt wurde.

Der BKV habe den treiben Kräften von damals — Fritz Hoppe, Hans Walther (Lohr) und Rudolf Götz (Krups) — sehr viel zu verdanken, sagt Wolfgang Goldacker, der als Geschäftsführer mit seinen Kollegen im BKV-Vorstand beim Blick in die Zukunft auch über die Stadtgrenzen hinaus schaut. "Wir werden in den kommenden Jahren Spielgemeinschaften mit anderen Städten im Bergischen nicht mehr von der Hand weisen können." So hat die Tischtennis-Abteilung in diesem Jahr bereits den Versuch gestartet und den "Bergischen Pokal" für Vierer-Mannschaften ins Leben gerufen. "Erst wenn in Remscheid und Wuppertal die gleichen Voraussetzungen gegeben sind, kann es hier zu einem ständigen Spielbetrieb kommen", sagt Goldacker.

Offen für neue Sportarten

Neben der besonders regen Tischtennis-Fachschaft sind im Kreisverband aktuell Betriebssportler beim Badminton, Basketball, Gymnastik, Leichtathletik, Volleyball, Fußball und Wandern aktiv. "Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Angebot nach einer Probephase um neue Sportarten erweitert wird", erklärt Wolfgang Goldacker. Neuerungen hat sich der Betriebssport-Kreisverband in seiner 50-jährigen Geschichte noch nie verschlossen.

(RP)