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Schießen: Wer Nerven zeigt, wackelt

Schießen : Wer Nerven zeigt, wackelt

Der Saisonauftakt ist den Solinger Sportschützen gelungen. Die Ohligser SG verlor am ersten Spieltag zwar knapp gegen die SG Hamm, gewann danach jedoch überzeugend mit 3:2 gegen St. Hubertus Hennef/Warth. Damit ist sicher, dass der Aufsteiger in der Regionalliga mithalten kann.

Der Saisonauftakt ist den Solinger Sportschützen gelungen. Die Ohligser SG verlor am ersten Spieltag zwar knapp gegen die SG Hamm, gewann danach jedoch überzeugend mit 3:2 gegen St. Hubertus Hennef / Warth. Damit ist sicher, dass der Aufsteiger in der Regionalliga mithalten kann.

Konzentration ist fast alles im Sportschießen. Je besser die Liga, umso schwerer fällt es, einen kleinen Fehler wieder auszugleichen — weil sich der Gegner kaum Schnitzer leisten wird. Die Luftgewehr-Schützen der Ohligser SG wissen, dass es in dieser Saison nicht einfach für sie wird. In der Regionalliga, die direkt unter der Bundesliga angeordnet ist, ist die Konkurrenz härter als in der Rheinlandliga, aus der die Solinger aufgestiegen sind.

Ein Erfolgserlebnis ist wichtig, um das Solinger Selbstvertrauen zu stärken. Das wäre den Klingenstädtern fast bereits im ersten Duell ihres Heimwettkampfs gegen Bundesliga-Absteiger Hamm gelungen. Die vermeintlich besten drei Solinger Schützen — Katja Blos, Andrea Zimmermann und Siegfried Kajewski — legten gute Serien hin. 400 Ringe können die Schützen in 40 Schuss maximal erzielen. Jede Neun gilt bereits als Fehlschuss. Für eine gute Partie sollten also mehr als 390 Ringe her — aber zumindest mehr als der Gegner, gegen den jeweils geschossen wird.

Katja Blos hatte mit 386 Ringen beinahe etwas Glück, dass Gegnerin Constanze Rotzsch mit 382 Punkten darunter lag. Andrea Zimmermann legte mit 393 Zählern eine beeindruckende Serie hin, die ebenfalls zum Sieg reichte. Weil Dennis Weifen und Neuzugang Laura Cüppers unter ihren Möglichkeiten blieben, musste das Duell zwischen Kajewski und Mareike Ostkamp über Sieg und Niederlage entscheiden. Hier hatte der Solinger Pech.

Er schaffte zwar mit 392 Ringen ein hervorragendes Ergebnis, musste aber gegen Ostkamp ins Stechen. Sie hatte das gleiche Ergebnis erzielt. Im Stechen versagten Kajewski für einen kurzen Moment die Nerven. Er wackelte etwas zu viel, so dass er im dritten Schuss nur acht Ringe erreichte. Die Hammerin sicherte mit einer "Neun" nicht nur den persönlichen Sieg sondern gleichzeitig auch den 3:2-Gesamterfolg.

Perfekte Serie von Zimmermann

Trotzdem: Die Solinger hatten sich bestens verkauft. Gegen St. Hubertus Hennef / Warth sollte das Selbstbewusstsein später stimmen. Andrea Zimmermann bestätigte mit einer perfekten ersten Zehner-Serie (100 Ringe) ihre Top-Form. Kajewski und der verbesserte Dennis Weiffen gewannen ebenfalls. Die Hennefer schossen einfach etwas schwächer als die Hammer, während die Gastgeber ihre gute Form weitestgehend bestätigten und damit verdient 3:2 gewannen. Das Projekt "Klassenerhalt" hat für die Ohligser also erfolgreich begonnen.

(RP)