1. NRW
  2. Städte
  3. Solingen
  4. Sport

Eishockey: Penalty besiegelt Niederlage

Eishockey : Penalty besiegelt Niederlage

"Das war ein gefühltes Unentschieden." Teamsprecher Thomas Spelter konnte Sekunden nach dem Ende das so eben Erlebte noch nicht fassen. In einer phasenweise dramatischen Eishockey-Partie der 2. Frauen-Bundesliga musste der EC Bergisch Land gegen die Cologne Brownies erst in der Schlussminute den entscheidenden Gegentreffer zum 1:2 hinnehmen. "Es ist sehr schade für die Mannschaft, dass sie für ihre tolle Leistung nicht belohnt wurde", urteilte Spelter.

Die erstmals mit komplettem Kader angetretenen Solingerinnen zeigten sich vor allem im Angriffsspiel deutlich verbessert. Die Gäste aus Köln gingen zwar kurz vor der ersten Drittelpause in Führung, doch im Mittelabschnitt übernahmen die Raptösen immer mehr die Initiative.

Die größten Chancen für die Solingerinnen vergaben Annika Ansorge, deren Schuss auf der Linie liegen blieb (39.), und Annika Silz (40.). Erst Mitte des Schlussabschnittes überwand Annika Silz die Kölner Torhüterin Sabine Fach per Nachschuss aus dem Gewühl heraus (48.).

Trotz zahlreicher Chancen auf beiden Seiten sah es in der Folge nach einem leistungsgerechten Unentschieden aus. Bis sich eine halbe Minute vor Schluss eine Solinger Abwehrspielerin auf den kurz vor der Torlinie liegenden Puck warf. Es gab folgerichtig einen Penalty, bei dem Natascha Milobenski im Raptösen-Tor keine Abwehrchance hatte.

"So spät zu verlieren ist natürlich sehr bitter, aber die Entscheidung war völlig regelkonform", resümierte Spelter. "Für uns ist am wichtigsten, dass wir unser Spiel gegenüber Freitag weiter verbessert haben."

Gegen den Adendorfer EC hatten die Raptösen deutlich mit 2:6 (1:3, 0:2, 1:1) verloren. Knackpunkt war dabei das Mitteldrittel, in dem sich die Solingerinnen 32 Strafminuten einhandelten. Zuvor waren die Gastgeberinnen den favorisierten Adendorferinnen trotz des Rückstandes ebenbürtig gewesen, doch die Gäste nutzten ihre Chancen cleverer. Die Tore von Eva Cursiefen zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich (13.) sowie zum 2:5 (43.) reichten am Ende nicht aus zum Punktgewinn.

"Wir haben zwischen den Spielen viel miteinander geredet, das hat anscheinend gefruchtet", erklärte Spelter die Leistungssteigerung gegen Köln. Nun wollen die Raptösen ihren Aufwärtstrend beim starken SV Brackwede fortsetzen und vielleicht auch für eine etwas entspanntere Schlussphase sorgen.

(RP)