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Rommerskirchen: Kostenstreit um neuen Spielplatz

Rommerskirchen : Kostenstreit um neuen Spielplatz

Auf dem früheren Fußballplatz neben Schule und Kindergarten in Frixheim wollen Sparkassen-Auszubildende 2013 einen neuen Spielplatz errichten. Um den Eigenanteil der Gemeinde von 30 000 Euro streiten Politiker.

Einst war er das Terrain des TuS Gilbach, heute nutzen den gleich neben dem Kindergarten "Pusteblume" und der Gemeinschaftsgrundschule Frixheim liegenden Rasenplatz nicht zuletzt Maulwürfe, die sich dort en masse angesiedelt haben. Die lange Zeit offene Frage, was nun eigentlich mit dem Gelände geschehen soll, scheint gelöst zu sein: Im Rahmen ihres Projekts "Ein Spielplatz pro Stadt" hat die Sparkasse Neuss für 2013 nun die Gemeinde Rommerskirchen vorgemerkt. Um die Finanzierung des Gemeindeanteils von 30 000 Euro am Spielplatz streiten sich die Politiker.

 So wie im Jüchener Auenfeld (oben) wollen Sparkassen-Azubis auch in Frixheim zwischen Basketballfeld und Schule (u.) einen Spielplatz errichten.
So wie im Jüchener Auenfeld (oben) wollen Sparkassen-Azubis auch in Frixheim zwischen Basketballfeld und Schule (u.) einen Spielplatz errichten. Foto: Baum/Jazyk

CDU fordert Gegenfinanzierung

Entgegen mancher Erwartung hat der Rat den Spielplatz-Antrag kürzlich nicht einfach nur "durchgewunken". Diskussionsbedarf hatte nämlich die CDU. Zum einen aus finanziellen Gründen, wie Fraktionschef Wolfgang Könen deutlich machte: "Wie wird der Eigenanteil gegenfinanziert?" Aber auch den von der Verwaltung vorgeschlagenen Standort in Frixheim mochten die Christdemokraten zumindest nicht unkommentiert billigen. Gegen den Grundsatz, einem geschenkten Gaul nicht ins Maul zu schauen, verstoßen sie damit nicht, denn der Spielplatz wäre für die Gemeinde mit Kosten verbunden: 30 000 der insgesamt 80 000 Euro, die das Projekt insgesamt kostet, sind Rommerskirchens Eigenanteil. Das Ansinnen der Union, die Entscheidung zu verschieben, stieß im Rat auf energischen Widerstand von Albert Glöckner, was letztlich zu einer Kompromisslösung führte.

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Nach längerem Hin und Her sprach sich der Rat dafür aus, das Projekt prinzipiell zu unterstützen. Um Details, beziehungsweise die "Schräubchenkunde", wie Ausschussvorsitzender Manfred Heyer (SPD) es nannte, wird es nächste Woche im Bauausschuss gehen. Aus Sicht der Verwaltung gibt es jedenfalls keinen Grund, von Frixheim abzurücken: Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert zufolge bietet sich der Standort aus mehreren Gründen an: "Das Grundstück verfügt über eine ausreichende Größe und ist bereits im Besitz der Gemeinde." Vergleichbare Grundstücke seien andernorts nicht vorhanden, während in Frixheim sowohl die verkehrstechnische Erschließung als auch die Logistik gegeben seien. "Die Turnhalle in unmittelbarer Nachbarschaft bietet die ideale Unterbringung und Verpflegung", argumentierte Reimert.

Auf dem Platz der ehemaligen Skateranlage könnte zudem ein Zelt für die Schulpausen aufgestellt werden. Bauen sollen den Spielplatz voraussichtlich im August oder September 2013 Azubis der Sparkasse mit der von dieser beauftragten Firma Alea consult. Bei der Planung können die Gemeinde und ihre Bürger ein gewichtiges Wörtchen mitreden.

(NGZ)