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Rommerskirchen: Die Archivarin der Schützen

Rommerskirchen : Die Archivarin der Schützen

Engagiert sorgt Carola Kuck-Goergen dafür, dass die Schützen des Bezirksverbandes Nettesheim mit Foto und Text archiviert werden. Mit ihrem Mann, Bundesmeister Wolfgang Kuck, organisiert sie die Bruderschaftsarbeit.

Ihr liegen die Schützen sehr am Herzen. Das merkt jeder, der Carola Kuck-Goergen im Kreise der Bruderschaftler erlebt: Engagiert schaut sie nach, ob bei einer Veranstaltung alle eingetroffen sind, um dann die Schützen zum Erinnerungsfoto zusammenzustellen. "Ich bin schon als ,Paparazza' des Bezirks Nettesheim bekannt", sagt die Frau von Bezirksbundesmeister Wolfgang Kuck lachend. Für die elf Bruderschaften aus Rommerskirchen und Dormagen fotografiert und archiviert sie das Schützenleben, an dem sie gern teilnimmt: "Das Familiengefühl und die Gemeinschaft gefallen mir sehr gut", weist die 63-Jährige darauf hin, dass Freud und Leid geteilt werden: "Die Schützen stehen füreinander ein."

In ihrer Jugend war der Gedanke an das Schützenwesen in Rommerskirchen noch weit entfernt, kam die gebürtige Trierin 1972 ins Rheinland, wohin es sie "beruflich verschlagen" hatte. Als Lehrerin für Mathematik und Deutsch war Carola Kuck-Goergen bis vor zwei Jahren an der Katholischen Hauptschule in der Stadtmitte von Grevenbroich tätig. Drei Jahre nach seiner Hochzeit zog das Paar 1975 nach Deelen — "in die Mitte unserer Arbeitsstätten, da mein Mann in Rommerskirchen Lehrer war", wie Carola Kuck-Goergen erklärt.

In Oekoven hat sie das Schützenwesen kennengelernt, während ihr Mann Wolfgang Kuck nicht nur schnell Mitglied der Bruderschaft, sondern auch schnell in den Vorstand gewählt wurde. "Wenn man ins Zelt kommt und freudig begrüßt wird, weiß man, wofür man alles vorbereitet hat", erklärt Carola Kuck-Goergen. Denn als Frau des Bezirksbundesmeisters koordiniert sie mit ihrem Mann die Einladungen, schreibt Zu- und Absagen, bereitet die Rundschreiben vor und pflegt seit 20 Jahren das Archiv für den Bezirksverband Nettesheim. "Ich habe ein schönes Hobby: Privatsekretärin für meinen Mann", sagt Kuck-Goergen schmunzelnd.

Trotz der Bürokratie überwiegt die Freude am Schützenwesen: "Es macht Spaß, so viele Freunde zu treffen." Im Bezirk und darüber hinaus sind jetzt im Sommer viele Termine, zu denen das Bezirksbundesmeister-Paar gemeinsam fährt: "Es würde mir sicher nicht so viel Freude bereiten, wenn ich jeden zweiten Tag allein zu Hause säße", betont Carola Kuck-Goergen, die passives Mitglied der Bruderschaft in Oekoven ist.

"Königspaar ist man mit dem Herzen, nicht mit dem Geldbeutel", weist Carola Kuck-Goergen darauf hin, dass kein Bezirkskönigs-Bewerber Angst vor zu großen Ansprüchen haben muss. In ihrem Jahr als Bezirkskönigin 1994/95 ist Carola Kuck-Goergen mit zwei Ballkleidern ausgekommen. "Aber das kann jede so machen, wie sie das möchte", sagt Carola Kuck-Goergen, die jedem Königspaar mit Rat und Tat zur Seite steht.

(NGZ)