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Rommerskirchen: Ab sofort schnelles Internet

Rommerskirchen : Ab sofort schnelles Internet

Die Telekom hat in den unterversorgten Bereichen der Gemeinde vier Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Ab sofort können die Bürger höhere Internetgeschwindigkeiten buchen und auf der Datenautobahn surfen.

Ganz Rommerskirchen kann nun auf ein schnelles Internet zurückgreifen. Die Telekom hat ihre seit vergangenem Herbst währenden Arbeiten jetzt abgeschlossen: Vier Kilometer Glasfaserkabel hat sie binnen gut eines halben Jahres in Deelen, Evinghoven, Widdeshoven und Teilen von Oekoven verlegt, den in Sachen schnelles Internet notorisch unterversorgten Ortsteilen der Gemeinde. Für Bürgermeister Albert Glöckner besteht kein Zweifel: "Ein schneller Internetanschluss ist mittlerweile unverzichtbar, deshalb ist das ein wichtiger Schritt in die Zukunft von Rommerskirchen." Der Eigenanteil der Gemeinde betrug 16 000 Euro, der Zuschuss des Landes etwa 140 000 Euro.

"Über 750 Haushalte können jetzt dank DSL schneller im Internet surfen, E-Mails verschicken oder Musik herunterladen", erklärt André Hofmann, Telekom-Sprecher für deren Region West. "Je nachdem, wie weit sie vom Schaltgehäuse entfernt wohnen, erreicht die Übertragungsgeschwindigkeit bis zu 16 000 Kilobit pro Sekunde." Bürger, die ihre miserable Verbindung per WLAN aufpeppen, kommen derzeit, etwa in Deelen, auf nur 6000 Kilobit pro Sekunde.

"Ich bin froh, dass es endlich geschafft ist", zeigt sich Dezernent Bernd Sauer erleichtert. Gut drei Jahre hat er sich im Rathaus federführend für das Projekt engagiert. "Es war ein sehr schwieriges Verfahren. Ohne die Fördermittel des Landes hätten wir keine Chance gehabt", blickt Sauer zurück. "Einen dicken Ordner" habe er mit dem Zuschussantrag bei der Bezirksregierung vorlegen müssen, die vor anderthalb Jahren grünes Licht gegeben habe. Eine voran gegangene Ausschreibung hatte die Telekom gewonnen, mit der die Gemeinde vor gut einem Jahr den Vertrag abschloss. Ein Glücksfall sei nach Sauers Worten der "vorzeitige Maßnahmenbeginn" gewesen, den das Land der Gemeinde gestattet habe: Die habe eine ansonsten womöglich nötige europaweite Ausschreibung verhindert und "das Ganze beschleunigt", sagt der Dezernent.

Nach Auskunft von André Hofmann kostet das Verlegen eines einzigen Kilometers Glasfaserkabel bis zu 70 000 Euro. Die Infrastruktur ist geschaffen, was nun noch aussteht, ist der Praxistest. Der Telekom-Sprecher verweist auf den T-Shop am Grevenbroicher Ostwall 38: "Wer sich für einen der neuen Anschlüsse interessiert, kann sich über Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarife beraten lassen." Auch wer bereits einen DSL-Anschluss der Telekom nutze, könne die höheren Internetgeschwindigkeiten buchen.

(NGZ)