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Kalkar-Wissel: Telekom bietet schnelles Internet für Wissel

Kalkar-Wissel : Telekom bietet schnelles Internet für Wissel

Die Telekom hat in Wissel rund zwei Kilometer Glasfaser verlegt und drei Technikstationen aufgestellt, um eine große Anzahl Haushalte mit deutlich schnellerem Internet versorgen zu können.

Bisher sind in Wissel maximal 16 000 MBit/s zu erreichen. "Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind", sagt Regiomanager Uwe Gabels. Er ist für den Infrastruktur-Vertrieb West bei der Telekom zuständig und traf vor Ort jetzt Kalkars Bürgermeisterin Britta Schulz und Wirtschaftsförderer Bruno Ketteler. "Von selbst" bekommt allerdings kein Kunde das schnellere Netz: Er muss die Umstellung beantragen. Entweder über die Internetadresse der Telekom oder übers Telefon.

So kommt das schnelle Netz ins Haus, wirbt der Netzbetreiber: Zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das bisherige Kupfer- durch ein Glasfaserkabel ersetzt. Das sorge für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die bekannten großen grauen Kästen am Straßenrand sind zur Hälfte mit der modernen Technik ausgestattet worden, die andere Hälfte enthält noch die herkömmliche Ausstattung. Weil nach wie vor (langsame) Kupferkabel zum Hausanschluss des Kunden führen, kommt Vectoring zum Einsatz, wodurch beim Hoch- und Herunterladen höhere Bandbreiten erreicht werden. Bis zu 100 Megabit pro Sekunde beim Herunterladen und bis zu 40 MBit/s beim Hochladen sind maximal zu erreichen.

Der Wettbewerber deutsche Glasfaser wirbt mit Geschwindigkeit im Gigabit-Bereich - weil er Glasfaserleitungen nicht nur bis zum Verteiler, sondern bis ans Haus des Kunden verlegt. "Dafür sind aber langwierige Markterhebungen und vorab geschlossene Verträge nötig", weiß Abels. Die Telekom hingegen baut das Netz unabhängig von Kunden-Zusagen aus, damit die Vorgabe der Bundesregierung, bis Ende 2018 mindestens 80 Prozent der Haushalte mit schnellem Internet zu versorgen, erreicht werden kann. "Um Glasfaser flächendeckend bis in die Wohnungen zu verlegen würden wir bis 2025 oder sogar 2030 brauchen", sagt der Projektmanager.

550 Wisseler Haushalte können ab sofort profitieren, noch einmal so viele bekommen das Angebot im kommenden Jahr. Erteilt ein Neukunde den Auftrag zum Anschluss, zahlt er im ersten Jahr 19,90 Euro, danach wir's teurer. Wer schon Telekom-Kunde ist, muss keine Extrakosten erwarten.

Er kann allerdings auch mit einer anderen Telefongesellschaft ins Geschäft kommen. Die Telekom muss das Netz ja "diskriminierungsfrei" ausbauen.

(nik)