Rheinberg: Linke: "Erst nach der Wahl entscheiden"

Rheinberg: Linke: "Erst nach der Wahl entscheiden"

Der Arbeitskreis Schule favorisiert die Neugründung einer Rheinberger Grundschule an zwei Standorten, was die Auflösung der Grundschulen Paul Gerhardt und Grote Gert voraussetzt.

Diskutiert worden ist aber auch die Möglichkeit eines Grundschulverbunds, bei dem ein Unterschied berücksichtigt werden muss: Voraussetzung ist, dass an beiden Standorten pro Jahrgang mindestens eine Klasse vorgehalten wird. Das kann ein Problem werden, wenn für eine Klasse nur 18 oder weniger Anmeldungen vorliegen — wie in Ossenberg geschehen.

Auch Klaus Bechstein (SPD) hält eine Neugründung für den besseren Weg. "Das ist zwar keine Regelung für alle Zeiten, aber immerhin eine Perspektive bis ca. 2016."

Danach könne man überlegen, ob und ggf. wie man die St.-Peter-Schule eingliedert. Dietmar Heyde, schulpolitischer Sprecher von Bündnis 90 / Die Grünen, hat die Möglichkeit, zwei Schulen aufzulösen und eine neue zu bilden, in die Diskussion eingeführt und hält sie für den sinnvollsten Weg.

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"Wir müssen jetzt die Weichen stellen", sagt er. "Wir brauchen jetzt eine Perspektive, etwas Neues." Dabei warnt Heyde davor, das Thema emotional anzugehen: "Wichtig ist, mit Eltern und Lehrern sachlich zu sprechen."

"Wir wollen uns nicht verschließen", sagt Michael von Parzotka-Lipinski (Linke). "Aber wir halten den Zeitpunkt für eine Entscheidung für verfrüht, weil niemand weiß, wie sich die Schullandschaft nach der Landtagswahl am 9. Mai verändert. Vielleicht beschließen wir jetzt etwas, was wir nach der Wahl gar nicht halten können."

(RP)