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Jüchen: Ärger über verwahrlostes Grundstück

Jüchen : Ärger über verwahrlostes Grundstück

Ein mit Unkraut überwuchertes Stück Land mit marodem Gemäuer empört die Gubbelrather. "Ein Schandfleck", sagen sie. Die Verwaltung will prüfen, ob eine Gefahr für die Gesundheit besteht.

Margret Wildschütz ist erbost. Eigentlich lebt die Gubberatherin gern in ihrem Haus, sitzt gern in Hof und Garten. Doch direkt nebenan liegt ein unbewohntes Grundstück, das immer mehr verkommt: Unkraut wuchert, ein Stück Mauer droht zu zerfallen, Gewächshäuser stehen leer. "Es ist ein Schandfleck", sagt Margret Wildschütz. Hinzu komme noch die Gesundheitsgefahr: "Regelmäßig sieht man dort Ratten. Ich lasse mehrmals im Jahr den Kammerjäger kommen – auf meine Kosten." Alle ihre Versuche, den Eigentümer zum Handeln zu bewegen, hätten nicht gefruchtet. Nachbarin Gabi Kolf teilt diesen Ärger: "Von meinem Wohnzimmer und Garten aus muss ich diesen Anblick seit Jahren ertragen. Wir haben neulich mit vielen Gästen gefeiert – da muss man sich ja schämen." Worauf die beiden Gubberatherinnen hoffen: dass die Gemeinde handelt.

"Schandfleck in Gubberath"

Bürgermeister Harald Zillikens kennt die Problematik an dieser Stelle. Er betont aber auch, "dass die Gemeindeverwaltung hier keinerlei Handlungsmöglichkeit hat – solange von dem Grundstück keine Gefahr ausgeht." Kein Grundstücksbesitzer sei dazu verpflichtet, sein Eigentum in einer bestimmten Form zu pflegen.

Der Verwaltungschef will aber nach den Bürgerbeschwerden jetzt prüfen lassen, ob von der brachliegenden Fläche eine Gesundheitsgefahr etwa durch Schädlinge ausgeht und was die Gemeinde unternehmen kann. Der Eigentümer konnte gestern für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.

Margret Wildschütz und ihr Mann Paul hoffen auf Unterstützung. "Wir kümmern uns ja auch um unser Haus und Hof. Und nebenan verwahrlost alles." Gabi Kolf ergänzt: "Seit 20 Jahren müssen wir den Anblick ertragen." Zwar sei vor drei Jahren das baufällige Haus abgerissen worden – doch seitdem passiere gar nichts mehr. "Schon Bürgermeisterin Margarete Kranz war damals entsetzt, als sie beim Schützenfest hier war . Es wird Zeit, dass hier etwas passiert", sagt Gabi Kolf.

(NGZ)