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Erstmals Regen beim Herbst- und Bauernmarkt in Lüttringhausen

Herbst- und Bauernmarkt in Lüttringhausen : Leckeres im Meer aus Regenschirmen

Zum ersten Mal überhaupt gab es beim Herbst- und Bauernmarkt in Lüttringhausen reichlich Regen. Die Besucher kamen trotzdem in den Ortskern – wenn auch nicht so zahlreich wie in den vorigen Jahren.

Ohne Regenschirm ging es am Sonntag nicht. Doch davon gab es reichlich auf der Gertenbachstraße. Zum ersten Mal gab es statt Sonne Regen im Überfluss zum Herbst- und Bauernmarkt in Lüttringhausen. Eine Premiere – und das bei der 14. Auflage.

Aber der Bergische im Allgemeinen ist robust. Und so schlenderten die Besucher trotz des Regens entlang der Marktmeile vorbei an Obst, Gemüse, Blumen, Honig, Kräutern und anderen Leckereien sowie Handwerk. Zwar war es nicht so voll wie gewöhnlich. Dafür musste man sich nicht im Pulk an den Ständen der Aussteller vorbeidrücken, sondern konnte in Ruhe schauen und probieren.

Der Regenschirm als treuer Begleiter: Trotz des schlechten Wetters war „em Dorp“ ordentlich was los. Foto: Moll, Jürgen (jumo)

„Auf den Herbst- und Bauernmarkt wartet man das ganze Jahr. Da es mir auch egal, wenn es schneit“, sagte Simone Kotthaus. Sie bevorratet sich in jedem Jahr mit rund sechs Kilo Äpfeln vom Markt. Gerade, weil sie aus der Region kommen, und natürlich auch, weil sie schmecken, greife sie gerne zu. Außerdem wurde sie noch bei Marmeladen und Schmuck fündig. „Ich mag das Selbstgemachte und die frischen Waren“, ergänzte sie.

Maria Ramona Grispo und Frederico Balsamo kamen mit einer kleinen Gruppe und schlenderten über den Markt – die Kapuzen aufgesetzt und den Schirm fest in der Hand. „Der Besuch ist schon traditionell“, merkte Grispo an. Da störe das Wetter nicht. Vor allem den frisch gepressten Apfelsaft wollten sie sich nicht entgehen lassen.

Heike Hagenbeck vom gleichnamigen Gemüsehof bot den Besuchern zum Probieren einen Löffel vom Kürbisbortaufstrich an. Den stellt der Betrieb selbst her – genauso wie die Kürbissuppe oder die ausgefallenen Dressings. „Viele fragen nach dem Rezept für den Aufstrich – aber das bleibt ein Geheimnis“, merkte sie lachend an. Nur so viel sei verraten: Neben dem Trendgemüse Kürbis kommen noch Nelken, Äpfel und Organgensaft hinzu. Mit Blick auf den Wetterbericht hat der Gemüsehof gezielt das Angebot etwas reduziert. Dennoch war Hagenbeck zufrieden. Denn viele Kunden kämen gezielt, um an dem Stand küchenfertigen Butterkohl oder Rübstiel zu holen – alte Gemüsesorten, die man so im Supermarkt nicht mehr erhält.

„Zu einem anderen Markt wäre ich bei der Wetterprognose nicht gekommen“, betonte Daniel Stoltmann aus Dortmund, Aussteller der ersten Stunde. Er bietet unter anderem Flechtkörbe an. Der Regen sei sehr bedauerlich, aber der Markt sei immer schön und gut besucht – selbst bei dem Wetter. Obwohl es zum Nachmittag hin ruhig wurde.

Das bekamen auch die Aussteller auf dem Kunst- und Handwerkermarkt auf der Richthofenstraße zu spüren. Nur wenige Besucher verirrten sich zum zweiten Teil der Veranstaltung. Zudem klafften zum Teil großen Lücken zwischen den Zelten. Marion Währmeyer aus Niedersachsen war mit ihrem Schmuck zum ersten Mal dabei. „Ich kannte Lüttringhausen vorher gar nicht. Aber die Leute sind nett und haben trotz des Regens gute Laune“, zog sie ein Zwischenfazit. Sie würde auch gerne im nächsten Jahr wiederkommen.

Tanja Arceris Taschen aus Reißverschlüssen sind inzwischen bekannt. In den ersten Stunden seien viele gezielt zu ihr gekommen, erzählte sie. Zum Markt komme die Düsseldorferin immer gerne, weil es hier immer nett sei und die Leute auch gerne kaufen.