Weeze: Selbstgemachtes beim Handwerkermarkt

Weeze : Selbstgemachtes beim Handwerkermarkt

Ein brennendes Herz, ein Drechsler bei der Arbeit und eine antike Sockenstrickmaschine erwarteten die Besucher am Wochenende in der Metallgestaltung Derksen und Rausch. Fast 30 Aussteller zeigten ihr Handwerk auf dem Markt.

Handwerker und Künstler boten ihre verschiedenen Waren an oder stellten sie sogar noch vor Ort her. Wer daran interessiert war, konnte sich am Samstag und Sonntag ins Weezer Industriegebiet begeben. Um jeweils elf Uhr eröffnete der Markt in der Metallgestaltung Derksen und Rausch, und lockte bis 18 Uhr am Samstag und bis 17 Uhr am Sonntag die Besucher an.

Diese sahen die unterschiedlichsten Produkte. Kleidung, Wein, kunstvoll angefertigte Bücher und noch vieles mehr wurden zum Verkauf angeboten. Insgesamt fast 30 Aussteller nahmen am Wochenende teil und sorgten so für eine bunte Mischung.

„Wir achten darauf, dass jeder Stand etwas anderes anbietet. So ist für jeden Geschmack was dabei“, betonte Jana Rausch von Metallgestaltung Derksen und Rausch. Die meisten Stände waren in der Halle aufgebaut, draußen standen Zelte. Dort wurde Verpflegung für die Besucher angeboten. So war das Leckermobil vor Ort, das Speisen wie Spanferkeldöner oder einen „Rüdiger“ anbot. Wer eher Lust auf Kaffee und Kuchen hatte, konnte sich in die Cafeteria begeben und dabei noch einem Märchenerzähler zuhören

Drinnen gab es einiges zu sehen. Schon am Eingang zog ein „brennenden Herz“ die Blicke der Besucher auf sich, das bei anderen geschweißten Werken stand.

Für Aufmerksamkeit sorgte auch die über hundert Jahre alte Sockenstrickmaschine von Monika Paes. „Als sie 1905 auf dem Markt kam, kostete sie 140 Reichsmark und hatte zwanzig Jahre Garantie“, erzählte Paes. Die Maschine überschritt nicht nur die Garantie, sondern überlebte auch zwei Weltkriege, dabei war sie immer im Einsatz. So auch am Wochenende in Weeze. Für ein Paar Socken investierte Paes circa zwei Stunden.

Auch Hermann Straeten konnte man live bei der Arbeit zusehen. Zudem beantwortete der Drechsler gerne auch Fragen, die sich vielen Besuchern stellten. Wofür er bekannt ist, zeigte er teilweise auch in Weeze, nämlich Miniaturen im Maßstab eins zu zwölf. Winzig kleine Rollenbäumchen aus dem Erzgebirge konnten unter anderem gekauft werden. Auch colorierte Blumen oder Kreisel für die jüngeren Besucher bot Straeten an. Der Gelderner war zum ersten Mal beim Handwerkermarkt dabei, wie ein paar andere Handwerker und Künstler auch.

„Wir wechseln die Aussteller immer etwas durch, damit die Leute nicht sagen es wäre immer das gleiche hier“, berichtet Helmut Rausch von Metallgestaltung Derksen und Rausch.

Am Stand von Hermann Straeten konnten die Besucher dem Drechsler bei der Arbeit zusehen. Seine Spezialität: Miniaturen im Maßstab eins zu zwölf. Foto: Evers, Gottfried (eve)

An zwei Kriterien müssten sich die Händler halten, sagt Jana Rausch. „Die Waren müssen selbsthergestellt sein. Außerdem achten wir auf Qualität und schauen uns daher die Sachen immer vorher an.“ Die handverlesenen Aussteller kamen bei den Besuchern auf jeden Fall gut an.