Woche rund um die Patientensicherheit im EVK

Gesundheit : Woche rund um die Patientensicherheit

Das Evangelische Krankenhaus in Mettmann beschäftigt sich mit diesem Schwerpunktthema.

In diesem Jahr wurde der Aktionstag Patientensicherheit zum ersten Mal international ausgerufen. Dies nahm das Evangelische Krankenhaus Mettmann (EVK) zum Anlass, sich dieses Themas einmal ganz intensiv anzunehmen. Nicht an einem Tag, sondern in einer ganzen Aktionswoche wird es vom 16. bis zum 20. September um die Sicherheit der Patienten gehen.

„Wir sind vollumfänglich zertifiziert und wollen darstellen, was wir alles tun, damit sich die Patienten sicher und auch qualitativ gut aufgehoben fühlen“, erklärt Geschäftsführer Bernd Huckels. Patientensicherheit ist ein breites Feld. Schutz vor Verwechslungen, vor Behandlungsfehlern oder Infektionen gehört genauso dazu wie die Datensicherheit. Zahlreiche Maßnahmen sollen im EVK für Sicherheit sorgen. „Wir wollen diese verständlich und transparent für die Patienten darstellen“, betont Huckels. Patientenarmband, Hygienebeauftragte und der Einsatz der WHO-Checkliste gehören dazu. „Zielgruppe sind die Mitarbeiter“, sagt Hannah Lohmann, Öffentlichkeitsarbeit, „aber auch niedergelassene Ärzte, Rettungskräfte und interessierte Bürger.“

Die Aktionswoche beginnt mit einer CIRS-Schulung für Mitarbeiter, bei der es um ein Berichtssystem von „Beinahe-Fehlern“ geht. Am Dienstag werden Mitarbeiterteams im „Room of Horror“ praxisrelevante Fehler suchen. Der Mittwoch steht mit einer kleinen Messe im Foyer auch der Öffentlichkeit zur Verfügung. Von 10 bis 14 Uhr gibt es hier Informationen zur „Digitalen Patientenakte“, zum „Betrieblichen Gesundheitsmanagement“ oder auch zu Hygienefragen. Ab 14 Uhr werden Reanimationsübungen durchgeführt. Dies ist auch Teil der „Woche der Wiederbelebung“.

Am Donnerstag laden Impulsvorträge mit Imbiss zu „Lunch & Lern“ ein. Zum einen geht es dabei um Medikationssicherheit und Wechselwirkungen und zum anderen um Antibiose. „Wir haben Fachleute, die sich mit dem Thema Antibiotika befassen“, erklärt Hygienefachkraft Boris Ulitzka. In dem Vortrag geht es darum „ob eine Antibiose immer sein muss, oder ob es eine Möglichkeit gibt, diese abzuwenden.“

Die Aktionswoche schließt mit dem Trauma-Tag am Freitag. „Es gibt auch in Deutschland Situationen, in denen ein Massenanfall von Verletzten auftreten können“, sagt Janina Frings, die die Aktionswoche koordiniert. Flugzeugabstürze, Zugunglücke oder gar Terroranschläge gehören dazu. So wird es am Freitag ab 10 Uhr Vorträge und Praxisübungen geben, die vor allem Krankenhausmitarbeiter, Ärzte und Rettungskräfte ansprechen sollen. Es wird um Transfusion im Rettungsdienst gehen, um die Vorbereitung eines Krankenhauses auf einen Massenanfall von Verletzten, es wird aber auch eine Sichtungsübung durchgeführt.

„Diese Woche macht deutlich, was ein leistungsfähiges Krankenhaus heute alles leistet“, ist sich Bernd Huckels sicher. Die Anmeldung zu den Vorträgen und den Reanimationsübungen erfolgt über das Qualitäts- und Risikomanagement (E-Mail: qm@evk-mettmann.de). Spontane Besucher sind jedoch ebenfalls willkommen.

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