Ratingen : Burg-Konzerte sind schnell ausverkauft

Ratingen : Burg-Konzerte sind schnell ausverkauft

Die Kulturstiftung Wasserburg Haus zum Haus bietet für die Saison 2019/2020 viele Höhepunkte.

Die Kulturstiftung Wasserburg Haus zum Haus hat sich mit ihrem hochwertigen Programm längst einen Namen gemacht. Dr. Christa Lambart, die Vorsitzende der Stiftung, weiß das und bleibt trotzdem wohltuend bescheiden.

Sie könnte voller Stolz hinausposaunen, wer bereits in der alten, zum Konzertsaal umgebauten Scheune begeisterte – ein Nikolai Tokarev zum Beispiel oder ein Martin Stadtfeld, zwei Ausnahmepianisten, die normalerweise auf großen Bühnen spielen. In Ratingen ist dies anders, der Rahmen ist eher intim. 180 Plätze beherbergt der Saal, das Stammpublikum freut sich auf die Abende, die nicht nur allerfeinste Musik bieten, sondern auch gute Gespräche, gutes Essen und Trinken im angrenzenden Bistro „Chez Bruno“. Also ein Komplett-Paket für die Sinne.

Für die neue Saison 2019/2020 ist bereits alles angerichtet: Die Mischung macht’s. Lambart und ihr Stiftungskollege Alex Otto, der auch auf dem Burggelände wohnt, setzen immer wieder neue Impulse. Das Programm unterliegt nicht einem rigorosen Denk- und Experimentierverbot: Neues, ja Innovatives darf durchaus dabei sein.

Am morgigen Donnerstag, 12. September, gibt es ab 19.30 Uhr ein Konzert mit unterschiedlichen Besetzungen: Solo, Duo, Trio, Quartett – so lautet auch der Titel des Programms, das Soomija Park (Klavier), Noé Inui (Violine), Marc Sabbah (Viola) und David Cohen (Violoncello) gestalten werden. Es ertönt Kammermusik mit Werken von Beethoven, Brahms, Debussy, Sarasate, Paganini und anderen wichtigen Komponisten. Die Karten sind bereits vergriffen – kein Einzelfall, denn die Konzertickets für die Wasserburg-Konzerte sind sehr begehrt.

Am Donnerstag, 7. November, heißt es ab 19.30 Uhr „Repercussion“: Das Schlagzeugensemble mit Veith Kloeters, Rafael Sars und Stephan Möller, ausgezeichnet mit dem Förderpreis des Landes NRW, tritt auf (Reservierungsbeginn: 17. Oktober 2019).

Am Sonntag, 8. Dezember, gibt es ab 18 Uhr ein Weihnachtskonzert mit Studierenden des Instituts „Schumann Junior“ der Robert- Schumann-Hochschule. Es erklingt ein vielfältiges Programm (Klavier, Streicher, Harfe, Gesang) unter der Leitung von Prof. Lisa Eisner-Smirnova. Zudem werden weihnachtliche Geschichten vorgetragen (Reservierungsbeginn: 21. November 2019).

Studierende der Robert-Schumann-Hochschule (Opernklasse von Prof. Thomas Grabisch) bieten am Donnerstag, 30. Januar 2020, ab 19.30 Uhr schwungvolle Werke anlässlich des Neujahrskonzertes, darunter Arien und Duette (Reservierungsbeginn: 9. Januar 2020).

Passo Avanti  – unter diesem Titel gastiert ein Quartett auf neuen Wegen zwischen Klassik und Jazz. Am Donnerstag, 26. März 2020, gastieren Alexander von Hagke (Klarinetten und Flöten), Julia Basler (Violine), Lucas Campara Diniz (Gitarre) und Eugen Bazijan (Violoncello) in der Burg  (Reservierungsbeginn: 5. März 2020).

Eine Auswahl mit preisgekrönten Solisten und Ensembles der Robert-Schumann-Hochschule wird am Donnerstag, 14. Mai 2020, ab 19.30 Uhr präsentiert (Reservierungsbeginn: 23. April 2020). Titel: Selection. Der Termin für das Open-Air-Konzert im Innenhof steht schon fest: Donnerstag, 25. Juni 2020.

Lambart betont, dass man auch junge Menschen für die Musik begeistern möchte. So kostet die Karte für Gäste bis 20 Jahre nur einen Euro. Leider werde dieses Angebot  nur spärlich genutzt, betont die Stiftungsvorsitzende, die sich darüber freut, dass ein früheres Konzert mit Ratinger Künstlern gut angenommen wurde – auch von Schülern.

„Unser Programm lebt von der Vielfalt“, betont Lambart. Im Jahr 2003 wurde die Stiftung gegründet, zwei Jahre später öffnete der Konzertsaal – der Beginn einer Erfolgsgeschichte mit großer Strahlkraft weit über die Region hinaus.

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