Heiligenhaus. Sommerleseclub verteilt erste Goldmedaillen

Stadtbücherei : Leseclub verteilt erste Goldmedaillen

Bei der Premiere in den Ferien gelang es, junge Leute für Bücher zu begeistern. 1334 offizielle Entleihungen gab es.

Die Eingeweihten wissen es längst: Die Stadtbücherei im Thormählen-Bildungshaus ist eine ganz besondere Schatzinsel. In diesem Sommer allerdings wurde sie erstmals zum Clubhaus eines sagenhaften Clubs, dessen 74 Mitglieder auf der Suche nach kleinen und größeren Schätzen war: Der Sommerleseclub, kurz SLC, der Stadtbücherei feierte Premiere.

Dafür schlossen sich erstmals Leseratten in Teams zusammen, entweder mit Freunden oder mit der Familie und dann zählte jedes gelesene Buch: Insgesamt 954 Bücher wurden im Rahmen dieser besonderen Aktion bei der Stadtbücherei über den Sommer ausgeliehen, inklusive Verlängerungen waren das sogar 1374 offizielle Entleihungen im Rahmen des Sommerleseclubs. Ein voller Erfolg also für die Macher - und die Teilnehmer, denn die Bücher waren Anlass im Rahmen des SLC selbst kreativ zu werden: In einem Logbuch konnten die Teams den Sommer über ihre Erlebnisse zusammen tragen, gelesene Bücher oder gehörte Hörbücher bewerten, eine eigene Geschichte schreiben, eine Fotostory und eine Buchgeschichte im Karton basteln, den Lieblings-Leseplatz vorstellen und noch vieles mehr. Zu Beginn ist in der Bücherei auch Elisa auf die Aktion aufmerksam geworden und wusste von Anfang an, dass das Spaß machen würde, sie hat gemeinsam mit ihrer Freundin Kaya und ihrem Bruder Viktor mitgemacht:

Der Sommerleseclub bekommt von ihnen ein klares „Cool“ als Bewertung. Insgesamt hat die Truppe etwa 30 Bücher gelesen. Klar ist schon jetzt, sie wollen wieder mitmachen. Gut, dass es im nächsten Jahr eine Fortsetzung geben soll, denn die gelungene Premiere ist auch für das Team der Stadtbücherei Lohn für einen hohen Aufwand. „Keine schlaflosen Nächte mehr, denn es hat alles super geklappt“, verkündet Klebsch als Verantwortliche. „Es waren auch Kinder dabei, die die Bücherei vorher noch nicht genutzt haben. Wir hoffen, dass die Teilnehmer ihren Spaß am Lesen und ihre Fantasie behalten und unser Angebot weiter nutzen.“ Dabei schlummerte die Idee zum Sommerleseclub, einem Projekt des Kultursekretariats NRW, gefördert vom NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft, schon länger in Heiligenhaus. „Aber uns fehlte das Personal und wir hatten über die Sommerferien dann immer geschlossen“, sagt Elwers. Nachdem die Personaldecke nun aber aufgestockt wurde, organisierte dann Klebsch den Leseclub. Grundvoraussetzung: Mindestens drei gelesene Bücher. „Toll ist, dass es kaum Teilnehmer gab, die nichts eingereicht haben“, sagt Klebsch. Der jüngste Teilnehmer ist vier, die ältesten Teilnehmer haben die 50 überschritten. „Ein Zwillingspärchen hat sich wirklich durch besonders hohes Engagement hervorgetan, sie waren bei jeder Veranstaltung und haben in jeder Kategorie etwas gemacht“, freut sich Klebsch. Zur Belohnung stand zum Abschluss des Sommerleseclubs auch eine Abschiedsparty im Club an, Zauberer André sorgte für Erstaunen, leckere Pizza für einen gefüllten Magen und die Auszeichnung „Oskar“ für die Belohnung der besonders fleißigen oder kreativsten Mitglieder. „Eigentlich hat jeder Medaillen verdient, ihr habt uns wirklich sprachlos gemacht“, erklärte Klebsch.

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