Ratingen : Stadtwerke planen neues Freizeitbad

Ratingen : Stadtwerke planen neues Freizeitbad

Eine Studie hat ergeben, dass der Bedarf am Standort in Ratingen Mitte groß ist. Das alte Hallenbad reicht nicht aus.

Das, was die RP bereits im November des vergangenen Jahres vorab angekündigt hat, zeichnet sich nun immer deutlicher ab: Der Plan, ein zusätzliches Freizeitbad am Standort in Ratingen Mitte zu errichten, nimmt Konturen an. Der Aufsichtsrat hat bereits getagt. Gestern gab es eine offizielle Verlautbarung zu den neuen Plänen, die belegen, dass man mit einer millionenschweren Investition das Freizeitangebot in der Stadt noch einmal erweitern will.

Hintergrund: Die Stadtwerke beschäftigen sich derzeit intern mit dem möglichen Ausbau des Frei- und Hallenbadangebotes in Mitte. Im November des vergangenen Jahres hatte der Aufsichtsrat des Unternehmens eine Machbarkeitsstudie zur Zukunftssicherung des Bades in Auftrag gegeben. Nach Auswertung der Ergebnisse wurde nun beschlossen, die Planungsgrundlagen dazu in den kommenden Wochen und Monaten weiter zu konkretisieren. „Die Studie hat uns gezeigt, dass die Überlegungen zur Zukunftssicherung und Erweiterung der Badkapazitäten um moderne Freizeitelemente sinnvoll und notwendig sind“, erläutert Gerold Fahr (CDU), Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke.

Das Hallenbad sei aktuell ausgelastet. Man habe für die vorhandene zusätzliche Nachfrage nach Schwimmzeiten von Vereinen und Schulen keine Kapazitäten mehr, heißt es in dem Schreiben. Das Problem: Das 1971 als Sportbad gebaute Hallenbad kann keine marktgängigen Freizeit- und Fitnesselemente für Jugendliche und gesundheitsorientierte Ratinger anbieten.

„Mit einem Erweiterungsbau hätten wir nicht nur die Chance, die Nachfrage von Vereinen und Schulen besser zu befriedigen, durch ein separates freizeitorientiertes Bad könnten wir unseren Badegästen auch zusätzliche attraktive Angebote anbieten“, erläutert Stadtwerke-Geschäftsführer Marc Bunse.

Das Unternehmen will nun die Projektgrundlagen weiter konkretisieren und nach Möglichkeit noch in diesem Jahr eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung einleiten. Fahr betonte im Blick auf die Konkurrenz in der Region, dass in vielen Städten neue Bäder gebaut würden. Man beobachte natürlich sehr genau, was um Ratingen herum passiere, meinte er.

Fahr hatte in einem früheren Schreiben bereits betont: „Durch die immer weiter steigenden Bedarfe von Vereinen sowie von Schülern wurde mit der Zeit die öffentliche Nutzung immer weiter eingeschränkt. Als Betreiber der Ratinger Bäder ist es eine Aufgabe der Stadtwerke, die Förderung des Schul- und Vereinsschwimmens dauerhaft und unterbrechungsfrei zu sichern.“

Aber auch eine Ergänzung durch moderne, zielgruppenorientierte Freizeit- und Wellnessangebote sowie gesundheitsfördernde Kurse sei mit Blick auf eine steigende Attraktivität für Schwimmer und Besucher erforderlich. Intern heißt es auch, dass man keine Konkurrenz zum Lintorfer Allwetterbad schaffen will, das mit deutlich mehr als 200.000 Besuchern pro Jahr längst an seine Grenzen stößt.

Man will in Mitte mehr Schwimmzeiten schaffen – auch für Kunden, die nicht unbedingt nach Lintorf fahren wollen.

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