In Radevormwald werden Tonnen von Altkleidern gesammelt

Deutsches Rotes Kreuz : Tonnen von Altkleidern gesammelt

Acht Helfer des Roten Kreuzes waren am Samstag für den guten Zweck im Einsatz.

Während andere gerade die Brötchentüte zum Frühstückstisch bringen, wirft Christine Bengtsson beherzt einen Kleidersack von der Ladefläche in die Garage am DRK-Haus. „Das gehört für mich einfach dazu“, sagt sie. „Auch wenn der Termin am Samstagmorgen natürlich sportlich ist.“ Und schon hat sie den nächsten Kleidersack im Arm, der seinen Weg in die Garage findet.

Seit mehr als 25 Jahren ist Christine Bengtsson bei der Altkleidersammlung des Deutschen Roten Kreuzes im Einsatz. Am letzten Samstag im April und im Oktober fahren die Ehrenamtlichen die Straßenzüge in Rade ab, um Kleidersäcke einzusammeln, die Spender an die Straße gestellt haben.

Am Samstagmorgen sind acht Freiwillige im Einsatz. „Manche Leute haben angerufen und uns berichtet, wo Säcke stehen“, sagt Bengtsson. Aber die meisten Säcke finden die Ehrenamtlichen bei ihrer Fahrt durch die Straßen. Damit auch kein Sack übersehen wird, haben die Freiwilligen einen Plan erarbeitet, um möglichst jede Straße einmal abfahren zu können. „Aber das Gebiet ist groß“, weiß Bengtsson. Und deswegen rufen gegen Mittag dann manchmal die ersten Bürger an, die fragen, ob ihre Kleidersäcke an der Straße noch eingesammelt werden. „Früher waren wir einen ganzen Tag mit dem Sammeln beschäftigt“, erzählt die DRK-Helferin. Damals waren noch große Lastwagen im Einsatz. Aber seit dem Beginn der Sammlung vor mehr als 40 Jahren hat die Menge gespendeter Kleider deutlich abgenommen. „Das hat sicher damit zu tun, dass Bürger ihre Altkleider über das ganze Jahr an Containern oder bei uns im Kleiderladen abgeben können“, vermutet Christine Bengtsson. Und hier vermerkt das DRK in den vergangenen Jahren eher steigende Zahlen: Rund 14.000 Kilogramm Kleider gaben die Rader im vergangenen Jahr für den Kleiderladen ab, im Vorjahr waren es rund 10.000 Kilogramm.

Die traditionelle Sammelaktion des Roten Kreuzes allerdings ist dem Ortsverein noch aus einem ganz anderen Grund wichtig: Anders als die Spenden für den Kleiderladen nämlich, verkauft das DRK die Säcke der großen Sammelaktion weiter an Sortierstellen. „Von dem Erlös wird dann wieder die Arbeit des Roten Kreuzes bei uns in Rade finanziert“, erklärt Christine Bengtsson.

Als die Helfer am späten Vormittag einen ersten Blick in die Garage werfen, sind sie zufrieden. „Das ist mehr als ich erwartet hatte“, sagt Christine Bengtsson. „Und wir haben ja erst Halbzeit.“ Zwischen einer und zwei Tonnen Altkleider kamen in den vergangenen Jahren pro Sammlung für gewöhnlich zusammen. „Und auch wenn es weniger wird, wir machen weiter“, verspricht Bengtsson.