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Zukunftsinitiative Innenstadt Neuss setzt auf Lichteffekte in der City

Zukunftsinitiative Innenstadt Neuss : Alte Fassaden in neuem Licht

Die Zukunftsinitiative Innenstadt setzt auf Beleuchtung, Sauberkeit und freies W-Lan

Freies W-Lan vom Bahnhof bis zum Landestheater: Dieses Angebot der Zukunftsinitiative Innenstadt Neuss (ZIN) hat sich zu einem Standortfaktor für die City entwickelt. Das „Experiment“ wird deshalb um zwei weitere Jahre verlängert. Es ist eines von mehreren Projekten, die aus einem Fonds zur Stärkung der Innenstadt finanziert werden um die Konkurrenzsituation im Wettbewerb mit den Einkaufszentren zu verbessern. Dabei setzen die Innenstadtakteure zudem auf Lichteffekte — und Sauberkeit.

Für die Dezembersitzung des Rates ist ein Beschluss in Vorbereitung, um eine Fachfirma mit der Reinigung des Hauptstraßenzuges von der Oberstraße bis zur Krefelder Straße zu beauftragen. Aus dem Fördertopf, über den die Stadt jährlich 300.000 Euro für die City bereitstellt, sollen dazu einmalig rund 50.000 Euro ausgegeben werden. Der städtischen Tochterfirma Abfall- und Wertstofflogistik (AWL), so die Begründung dieser Vergabe, fehlt die nötige Ausrüstung für eine porentiefe Reinigung des Pflasters, die auch Kaugummis, Öl- und Fettflecken entfernt und keinen Grauschleier zurücklässt. Ziel: ein nahezu neuwertiges Erscheinungsbild.

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Das große Projekt „Lichtkonzept“ will ZIN im kommenden Jahr auch deutlich weiter treiben. An Rheintor und Burggraben, wo sich das größte Reststück der mittelalterlichen Stadtmauer erhalten hat, sind die Installationen abgeschlossen, um dieses Gemäuer mit Licht deutlicher in Szene zu setzen. 2019 sollen bedeutende Fassadenelemente von Häusern im Hauptstraßenzug hinzu kommen. Im Einzelnen handelt es sich um den Treppengiebel des „Haus am Niedertor“, den Turm der Kirche St. Sebastian, das Wirtshaus „Em Schwatte Päd“ und die Gewürzmühle Engels. Finanzieller Aufwand: rund 30.000 Euro. Auch die Beleuchtung des mittelalterlichen Blutturmes ist in Vorbereitung. Dazu liegt bislang nur eine Kostenschätzung vor, die bis zur nächsten Sitzung des „Beirates Innenstadt“ Mitte Januar vertieft werden soll. Bis dahin soll auch die Idee ausformuliert werden, wie die Brücken über den Erftmühlengraben mit Licht besser inszeniert werden können.

Das kostenlose W-Lan-Angebot macht Jürgen Sturm, Geschäftsführer von Neuss-Marketing und damit Partner von ZIN, auch Freude. Täglich verbindeten sich im Durchschnitt 170 Innenstadtbesucher (Spitzenwert: 489 Nutzer am 15. Mai) über diesen Zugang mit dem Internet. Besonders beliebt von den sieben Hotspots sei dabei der Zugang an der Neustraße, wo offenbar Gäste in den Cafés die Gelegenheit nutzen, im Netz kostenlos unterwegs sein zu können. Auf das Jahr hochgerechnet steuern rund 65.000 Besucher dabei  die Internetseite von ZIN an. Vielleicht können sie künftig dabei direkt und kostenlos ein Innenstadt-„Selfie“ verschicken. Denn besondere Selfie-Fotoecken sollen Teil der Imagekampagne Innenstadt werden.