1. NRW
  2. Städte
  3. Remscheid

Lichtkonzept: Bürger beteiligen sich

Remscheid : Lichtkonzept: Bürger beteiligen sich

Das Lichtplanungsbüro „Studio DL“ stellte beim Workshop drei Konzepte vor. Anmerkungen können noch bis zum 5. Oktober gemacht werden.

Um Remscheids Zentrum ins rechte Licht zu rücken, gibt es viele Möglichkeiten: beleuchtete Bäume, Akzentuierung historischer Gebäude oder der Wegverbindungen zur Alleestraße. Doch was wollen die Bürger? Das versuchte das Hildesheimer Lichtplanungsbüro „Studio DL“ am Dienstagabend bei einem Workshop im Innenstadtbüro herauszufinden.

Olga Westermann und Norbert Wasserfurth stellten den rund
20 Teilnehmern die drei ausgearbeiteten Lichtkonzepte vor. Anschließend durften sie bestimmen, welche Wege, Gebäude und Plätze ihnen wichtig sind sowie Hinweise darauf geben, welche Aspekte fehlen. Besonders wichtig ist ihnen demnach die Stadtteilbibliothek als auch die Alte Bismarckstraße als Eingang zur Mitte der Stadt.

Auch ein Votum zu den Konzepten war gefragt. Sieger mit einem Punkt Vorsprung: „Allee … pulse“. Die Hauptidee: Die Straße soll durch das Licht zum Erlebnis werden. Unter anderem soll die Allee durch die Beleuchtung der Bäume zu einem „lebhaften Organismus“ werden, erklärt Wasserfurth. Alleestraßen-Anwohnerin Iris Kuznik hält nicht viel von den illuminierten Bäumen. Bevor nicht feststehe, wie die Revitalisierung der Innenstadt konkret aussehe, habe es nicht viel Sinn, über die Beleuchtung nachzudenken, sagt sie im Gespräch mit Gudrun Mähler. „Das Rathaus ist unser Leuchtturm. Den kann man auch jetzt schon gut sichtbar machen, genauso wie das Theater“, sind sich die beiden Frauen einig.

Die haben die Lichtplaner speziell im dritten Entwurf „Drei Viertel“ berücksichtigt. Hier wird die Historie der Straßenbahn in Remscheid aufgegriffen. Diese Variante stand beim Workshop an zweiter Stelle. Die noch verbliebenen Schienenreste am Markt sollen im Licht aufgegriffen werden und mit fluoreszierender Farbe zur Alleestraße führen. Tafeln sollen Besuchern die Historie erklären. Zudem sieht das Konzept für die Plätze am Markt, Rathaus und Theater jeweils einen eigenen Lichtcharakter vor.

Niklas Bergmann vom neu gegründeten Verein „MyViertel“ gefällt besonders die Idee mit der Straßenbahn gut, da sie die bisher eher dunkle Wegverbindung vom Markt zum Hauptbahnhof über die Alte Bismarckstraße in Szene setzt. Allerdings zweifelt er an der Wirkung der fluoreszierenden Farbe für die Nachtschwärmer, die oft erst gegen 22 Uhr aufbrechen. „Es ist aber eine tolle Sache, Highlights zu schaffen, indem man Gebäude beleuchtet“, betont er. Das zweite Konzept „Highlights“ fand die wenigste Zustimmung. Wasserfurth schließt aber nicht aus, dass verschiedene Elemente im Lichtmasterplan miteinander verschmelzen.

Noch bis zum 5. Oktober können sich die Bürger beteiligen und ihre Meinung im Innenstadtbüro abgeben.