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Neuss: Renan Demirkan startet Gesprächsreihe

Neuss : Renan Demirkan startet Gesprächsreihe

Die Schauspielerin und Schriftstellerin Renan Demirkan gehört zu den ersten Gästen einer neuen Gesprächsreihe im Landestheater. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion wird weiter geredet – bei Getränken und kleinen Speisen.

Die Schauspielerin und Schriftstellerin Renan Demirkan gehört zu den ersten Gästen einer neuen Gesprächsreihe im Landestheater. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion wird weiter geredet — bei Getränken und kleinen Speisen.

Im RLT wird nicht nur gespielt, sondern auch geredet. Schon zwei Mal haben die Spielzeitmottos von Intendantin Bettina Jahnke und ihrem Team auch die Basis für Gesprächsreihen geschaffen ("Ich habe einen Traum" 2010 und "Das Leben ein Kampf" 2011), und das soll auch in der aktuellen Saison wieder aufgenommen werden.

Die steht unter dem Titel "glauben!", und so widmet sich die neue dreiteilige Reihe den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Weltreligionen. Welche Bedeutung hat religiöse Praxis heute? Wie wächst im Spannungsfeld politischer Interessen der Religion eine mitunter auch ambivalente Funktion zu? sind Fragen, denen jeweils eine Veranstaltungen mit einem Schwerpunktthema gewidmet ist — unter fachkundiger Gesprächsleitung mit drei Vertretern aus Wissenschaft, Kunst oder Theologie auf dem Podium.

Dafür zieht die Reihe auch um. Bislang fand die Podiumsdiskussion immer im Studio statt, "aber das erschien uns nicht der richtige Raum, um hinterher Gespräche in einem geselligen Beisammensein zu ermöglichen", sagt Christiane Schmücker, Sprecherin des Landestheaters. Denn neu ist, dass es im Anschluss an jede Podiumsrunde, bei der auch die Zuschauer eingeladen sind, zu fragen und mitzudiskutieren, ein Buffet und Musik gibt. Das Ziel dabei ist: Man speist zusammen und tauscht sich aus, "so dass die Begegnung der Religionen und Kulturen sinnlich erfahrbar wird".

Das große Foyer hat nach Schmückers Worten dafür die "hellere Atmosphäre, die uns dem Thema auch angemessener erscheint". Da die neue Reihe auch im Rahmen des Interkultur-Projekts des Kulturamts stattfindet, hofft Schmücker zudem auf ein größeres und vor allem gemischtes Publikum, das die Chance zum Reden nutzt.

Für die neue Reihe kooperiert das RLT mit dem Kölner Sender "domradio", allerdings wird die Veranstaltung nicht aufgezeichnet. Zwar habe auch der WDR weiterhin Interesse an der Reihe gehabt, sagt Schmücker, "aber zum Thema Glauben fanden wir das ,domradio' passender". Und so kommt es, dass auch die Moderatorin vom "domradio" kommt: Birgitt Schippers, Kulturredakteurin, die auch als Theaterkritikerin arbeitet.

Das Thema "Tradition, Riten, religiöse Bräuche und ihre Lebendigkeit heute" eröffnet die Reihe am Donnerstag, 18. April. Auf dem Podium sitzen Renan Demirkan, (Schriftstellerin und Schauspielerin), Günther B. Ginzel (Autor, Publizist und Filmemacher) und Edith Schlesinger (Islamwissenschaftlerin, Spezialistin für interreligiösen Dialog und religionswissenschaftliche Fragen). Musikalisch umrahmt wird der Gesprächsabend von Hesen Kanjo. Der kurdische Kanunspieler tritt meist als Solist der orientalischen klassischen Musik auf. In seinen Kompositionen sind aber durchaus auch westliche Einflüsse zu hören.

Am Mittwoch, 15. Mai, geht es dann um "Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Religionen". Gäste sind Hoda Salah (Politikwissenschaftlerin, Publizistin und Politikberaterin), Werner Höbsch (Referatsleiter am Erzbistum Köln, Spezialist für interreligiösen Dialog und Theologie der Religionen) und Bodo Beuscher (Pfarrer und Kirchenkreisbeauftragter für Weltanschauungen und Sekten).

Für die Diskussion über "Jenseitsvorstellungen und -hoffnungen" hat Willibert Pauels, (Diakon und Kabarettist) zum Abschluss des Dreiteilers am Donnerstag, 6. Juni, bereits zugesagt. Jürgen Domian (Schriftsteller, Journalist und Moderator) ist angefragt, und ein dritter Gast steht noch nicht fest.

(NGZ)