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Neuss: Gedenkminute für Opfer von Gewalt in Jobcentern

Neuss : Gedenkminute für Opfer von Gewalt in Jobcentern

Die Gedenkminute für Mitarbeiter in Jobcentern, die Opfer von Gewalttaten geworden sind, soll am Dienstag, 13. Januar, um 12.15 Uhr stattfinden. Das teilten der Deutsche Beamtenbund (DBB) und die Mitgliedsgewerkschaften, unter anderem Komba, mit.

Der DBB-Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt hatte dies in der vergangenen Woche bekannt gegeben. In Neuss soll es keine zentrale Veranstaltung geben. "Den Teams ist freigestellt, wie sie die Gedenkminute wahrnehmen", sagt Christoph Janßen, Sprecher des Neusser Jobcenters. Im September 2012 war in Neuss eine Mitarbeiterin ermordet worden.

In Bochum wollen sich die Beschäftigten vor dem Jobcenter versammeln. Ähnliches ist in Aachen, Hamm und Paderborn geplant, teilte die Gewerkschaft Komba mit. DBB-Chef Dauderstädt erklärte gestern: "Die Gewalt gegen Beschäftigte im gesamten öffentlichen Dienst nimmt zu. Darum können wir alle mit den Kollegen in den Arbeitsagenturen und den Jobcentern fühlen und unterstützen selbstverständlich die geplante Schweigeminute."

Der DBB fordert einen besseren Schutz für Beschäftigte in Jobcentern und Arbeitsagenturen. Zuletzt war im Dezember in Rothenburg ob der Tauber ein Mitarbeiter in einem Jobcenter getötet worden. "Der Mord in Rothenburg hat bei unseren Kollegen Erinnerungen an den Todesfall in Neuss einmal mehr geweckt", sagte Dirk Kursim, Vorsitzende des Arbeitskreises Jobcenter bei der Gewerkschaft Komba gestern. "Unsere Kollegen brauchen mehr Schutz."

Dies ist in Neuss auch geschehen. In dem Neubau am Hauptbahnhof wurde ein neues Sicherheitskonzept umgesetzt, unter anderem gibt es eine Videoüberwachung.

(angr)