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Neuss: Feilschen auf dem Trödelmarkt in der City

Neuss : Feilschen auf dem Trödelmarkt in der City

Einen verkaufsoffenen Sonntag für Schnäppchenjäger bot der Trödelmarkt in der Neusser City. Über 300 private Verkäufer hatten Keller, Dachböden und Garagen ausgeräumt. Der Hauptstraßenzug und seine Seitenstraßen, der Markt und der Freithof waren gut besucht.

Juliane Broich war zum fünften Mal dabei und hatte sich bereits Anfang Juli ihren Platz beim Veranstalter, der Neuss Marketing und der Firma Iven, reserviert. Um halb sechs baute sie ihren Stand auf dem Markt auf. "Und da waren schon einige Leute hier", erzählte sie.

Kleidung der Kinder und von ihr selbst, Gläser, Spielsachen und haufenweise Kleinkram hatte sie ausgelegt. Von den Schuhen stellte sie immer nur einen raus. "Man sollte niemals das Paar hinstellen, heißt es, weil es dann auch manchmal gestohlen wird", sagt sie. Eine solche Erfahrung habe sie selbst aber noch nie gemacht.

Die Preise waren Verhandlungssache. Beim Feilschen um einen braunen Herbstmantel trifft sich Broich mit einer älteren Dame in der Mitte. Die Verkäuferin wollte zehn Euro, die Kundin bot sechs. Für acht Euro wechselte die gut erhaltene Jacke den Besitzer. Die ältere Dame war zufrieden: "Der Mantel ist gut erhalten und wird noch lange modisch sein", befand sie.

Ganz andere Preise bot Annette Renn auf. Spontan hatte sie sich zur Teilnahme am Trödelmarkt entschieden und bekam noch einen Platz vor H&M. Auf ihrem Tisch hatte sie mehrere Teddybären und Porzellanfiguren aufgestellt, alles Sammlerstücke und entsprechend wertvoll. Für einen großen braunen Bären verlangte sie demnach stolze 200 Euro.

Ein paar Stände weiter fanden sich Liebhaberstücke, die vor allem Männer begeisterten: Modelle eines Ford Mustangs, eines alten VW Käfers, eines Ferraris oder Opel Kadett. Horst Meinhold hatte zu Hause keinen Platz mehr für die Autos. "Natürlich schmerzt es ein wenig, sich davon zu trennen. Andererseits freut sich jemand, der seine Sammlung damit vervollständigen kann", sagte er.

(NGZ)