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Gewitternacht: Feuerwehr Neuss rückt zu 63 Einsätzen aus

Wasser- und Unwetterschäden in Neuss : Gewitternacht: Feuerwehr rückt zu 63 Einsätzen aus

Für die Feuerwehr Neuss war es eine unruhige Nacht. Ab 21.33 Uhr am Mittwochabend bis kurz nach Mitternacht sind insgesamt 51 Wassereinsätze gemeldet und abgearbeitet worden.

Zwischen Dienstag, 7 Uhr, und Mittwoch, 7 Uhr, wurde die Feuerwehr sogar zu insgesamt 63 Einsätzen alarmiert. Das Gewitter hatte insbesondere auf der nördlichen Furth seine Spuren hinterlassen.

Ein Großteil der Einsätze waren „Wasserschäden“ in Form von vollgelaufenen Kellern und Souterrainwohnungen, die unterhalb des Straßen- und Kanalniveaus lagen. „Besonders betroffen war das Viereck zwischen Daimlerstraße, Schmolzstraße, Stingesbachstraße und Bickenbachstraße“, sagt Feuerwehrsprecher Christian Franke. „In diesem Bereich waren wir bis etwa 3 Uhr im Einsatz. Insgesamt rückten sieben Löschzüge aus.“ Als umfangreichste Einsatzstelle stellte sich eine Industrieanlage im Barbaraviertel dar, dort musste unter Beachtung des Umweltschutzes mit zahlreichen Behältern gearbeitet werden, da das belastete Pumpwasser nicht in die Kanalisation gelangen durfte.

Aber nicht nur wegen vollgelaufener Keller gingen zahlreiche Anrufe in der Leitstelle ein. Auch sechs Brände wurden gemeldet, zum Teil falscher Alarm. „In einem Fall handelte es sich zum Beispiel um eine Lampe hinter einer Fensterscheibe, die auf den ersten Blick wie ein durch Blitzeinschlag entstandenes Feuer auf Betrachter wirken konnte“, sagt Franke. Zudem rückte die Wehr in sechs Fällen zur Hilfeleistung aus, unter anderem zu einem Verkehrsunfall auf der A57. Im Bereich Morgensternsheide war ein 42 Jahre alter Mönchengladbacher gegen 22.30 Uhr laut Autobahnpolizei auf regennasser Strecke von der Fahrbahn abgekommen. Er wurde leicht verletzt.

(abu)