In der Neukirchen-Vluyner Baummanufaktur Florenz ist die Normanntanne Favorit.

Baummanufaktur Florenz : Nordmanntanne bleibt der Favorit

Bei der Baummanufaktur Florenz auf Groß-Opholt herrscht reger Betrieb. Am 14. und 15.Dezember wird mit Besuchern das Hoffest gefeiert.

Weihnachtsbäume, soweit das Auge reicht. Sattes Grün glänzt in der Wintersonne rund um Groß-Opholt in Niep. Im zehnten Jahr ist die Baummanufaktur von Michael Florenz Treffpunkt für Kunden, die sich den traditionellen Weihnachtsbaum zum Fest ins Haus holen. Mancher Baum ist schon mit dem „Verkauft“-Etikette gekennzeichnet. „Wir erleben Kunden, die sich früh im Bestand ihren Wunschbaum aussuchen und ihn dann später holen“, sagt der 34-Jährige. Andere wiederum stellen ihr Exemplar im Advent schon mit Lichterketten auf die Terrasse.

Üppig ist die Auswahl mit Nordmann-, Colorado- und Küstentanne, Blau- und Rotfichte, Douglasie, Schwarz- und Seidenkiefer. „Der frühe Formschnitt im Jahr sorgt für ein elegantes, dichtes Erscheinungsbild. Wir haben allerdings auch den urwüchsigen Baum, für den sich meist die Wachskerzenliebhaber entscheiden“, so Florenz. Bereits seit dem 24. November steuern Kunden den Hof in der Süsselheide an, nutzen die Wahl des Tannenbaums zum Familienausflug. Im Hof stehen die jetzt frisch geschlagenen Bäume.

Rund zehn Jahre dauert es, bis ein Tannenbaum zu einem Weihnachtsbaum herangewachsen ist. Gängig sind Größen bis zwei Meter. Repräsentativ und hochgewachsen ist hingegen der Baum, den die Baerler Kirche schmücken wird.

19 Euro kostet die Nordmanntanne im Meter. Auch wenn der typische Duft fehlt, bleibt sie nach wie vor Favorit. „Wegen der glänzenden Nadeln“, sagt seine Frau Greta. Anders als die Fichte ist die Nordmanntanne vom Schädling wie dem Borkenkäfer verschont geblieben. „Die Nordmanntanne hat eine Pfahlwurzel, die tief in den Boden reicht, so dass die Wasserversorgung gegeben ist. Die Fichte ist ein Flachwurzler“, so der Baumspezialist. Schwierig wird es daher, die oft im Handel angebotenen Nordmanntannen im Topf mit Wurzel später im Garten auszupflanzen. Die Hauptwurzel wurde gekappt, ein Anwachsen ist nicht gegeben. „Machbar ist es, wenn mit sogenannter Ballenware gearbeitet wird. Das bedeutet, dass wir in unserem Betrieb fachgerecht mit einer Spezialmaschine die Nordmanntanne mit Wurzel entnehmen und fallieren. Mit einem einfachen Spaten ist es nicht zu schaffen“, so Florenz.

Nachdem der Kunde seinen Weihnachtsbaum gefunden hat, steht der Heimtransport an. „Im zweiten Jahr haben wir eine Bindemaschine, die den Baum mit Hanfkordel fest für den Transport bindet“, so Florenz. Vorab wird der Baum maschinell nochmals durchgerüttelt. Altes Laub und Erdreste verschmutzen dann nicht mehr den Kofferraum. Zu Hause angekommen, wird der Baum in den Weihnachtsständer mit Wassertank eingespannt oder aber kühl und schattig draußen gelagert. „Wann jemand seinen Weihnachtsbaum aufstellt und schmückt, bleibt nach wie vor individuell“, so Florenz.

Am dritten Advent, 14./15. Dezember, 11 bis 18 Uhr, steht das Hoffest mit einem kleinen Weihnachtsmarkt auf dem Programm, das die Familie Florenz mit ihrem Mitarbeiterteam vorbereitet. „Wir haben verschiedene Aussteller, die an ihre Stände einladen“, sagt Greta Florenz. Highlight wird eine mobile Dampfmaschine, Baujahr 1919, in Aktion sein.