Kinder schmücken Baum vor der Schaephuysener Hubertus-Kirche

Tradition in Schaephuysen : Kinder schmücken Baum vor der Hubertus-Kirche

Ein Start in den Advent ohne diese schöne Tradition ist für viele Schaephuysener undenkbar.

Zum Start in den Advent grüßt vor der St.-Hubertus-Kirche in Schaephuysen wieder ein geschmückter Tannenbaum Autofahrer, Radler und Fußgänger. Der Weihnachtsbaum stimmt auf die vorweihnachtliche Zeit ein und erstrahlt bei Dämmerung in vollem Licht. Eine Aktion, zu der alle örtlichen Vereine etwas beitragen. Seit mehr als 20 Jahren wird dieser Brauch gepflegt, bei dem Kinder die entscheidende Rolle spielen. Sie haben in der Kita, der Schule, zu Hause oder in Gruppen den Tannenbaumschmuck gebastelt. Schleifen, Sterne, Kugeln, CD-mit Weihnachtsmotiven und andere Anhänger packten sie am ersten Adventssonntag nach der Messe aus Kartons aus, um sie mit den Eltern bis unter die Baumspitze zu hängen.

Jürgen Buchwald sorgte für einen schmucken, gut gewachsenen Weihnachtsbaum, der gemeinsam mit der Schaephuysener Feuerwehr standsicher aufgestellt worden war. Die Mitglieder des Vereins für Gartenkultur und Heimatpflege Schaephuysen unterstützten dabei tatkräftig.

Mike Lux (5) war einer der kreativen jungen Akteure. „Habe ich extra dafür gemacht“, erklärte er stolz, als er seine Anhänger an den Zweigen befestigte. „Dass wir alle zusammen ein solches Brauchtum in Schaephuysen haben, finde ich gut. Das stärkt nicht nur uns Erwachsene, sondern auch den Zusammenhalt der Kinder untereinander. Die Adventszeit bleibt besonders in Erinnerung“, sagte seine Mutter Sandra Lux. „Die Kinder brennen darauf, den Baum zu schmücken. Damit beginnt bei uns die Adventszeit.“

Um den Baum herrschte Andrang, denn jedes Kind wollte einen guten Platz für seine Anhänger erwischen. „Ohne diesen geschmückten Weihnachtsbaum würde uns etwas fehlen“, sagte Nicole Hülsemann.

Vor über 20 Jahren initiierte der damalige Vorsitzende des Vereins für Gartenkultur und Heimatpflege, Erwin Gehrmann, diese Aktion, die der Verein dann pflegte und andere Vereine dazuholte. „Denn nur in Zusammenarbeit mit den Vereinen lässt sich eine solche Tradition aufrecht halten. Die Kinder werden damit groß“, freute sich Mario Gürtner vom Verein für Gartenkultur.